Sylter Kommunalpolitik : Hörnum stimmt für Wohnungsbau

Auch in Hörnum sorgt der raumordnerische Vertrag mit den anderen Inselgemeinden für Diskussionsstoff.
Auch in Hörnum sorgt der raumordnerische Vertrag mit den anderen Inselgemeinden für Diskussionsstoff.

Gemeinderat unterstützt raumordnerischen Vertrag mit den anderen Inselgemeinden.

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17. September 2020, 15:53 Uhr

Hörnum | Mit sechs Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen hat sich die Gemeindevertretung Hörnum am Dienstag einhellig für den Abschluss eines raumordnerischen Vertrages mit den anderen Inselgemeinden ausgesprochen. Am Dienstag sei noch ein Schreiben von der Landesplanung eingegangen, in dem dem Gemeinderat „dringend empfohlen wird, dass wir unsere Zustimmung erteilen“, berichtete Bürgermeister Rolf Speth (AWGH). „Sonst würde auch unser Bauvorhaben in Hörnum-Nord nicht verwirklicht werden können.“

„Es ist ein sehr komplexes Thema“, erklärte Imke Schneider von der Abteilung Ortsentwicklung der Inselverwaltung. Hintergrund sei die nach wie vor angespannte Situation auf dem Sylter Wohnungsmarkt. Der Umwandlungsprozess von Dauerwohnraum in Zweit- und Ferienwohnungen sei in vollem Gange. Die Inselgemeinden versuchten, diese Entwicklung zu stoppen – mit mäßigem Erfolg.

Ein Gutachten habe 2020 einen hohen Neubaubedarf bis 2030 ermittelt, für den aber nicht genug Flächen zur Verfügung stünden. Daher sollten geeignete Flächen in allen Inselgemeinden kurz- bis mittelfristig bebaut werden können, unabhängig vom Bedarf des jeweiligen Dorfes. Für Hörnum ergäben sich daraus mehr Baumöglichkeiten, weil Grundstücke zur Verfügung stehen. Nach dem Landesentwicklungsplan 2018 wäre im Inselsüden sonst praktisch schon das Kontingent erschöpft. Der raumordnerische Vertrag geht auf einen Vorschlag der Landesplanung vom 26. Februar zurück, als in Westerland die aktualisierte Wohnungsbedarfsabschätzung vorgestellt wurde.

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