Orkanschäden auf Sylt : Hörnum Odde: Unterfeuer wird aufgegeben

Das Leuchtfeuer, das seit 1979 in den Dünen steht,  soll abgebaut werden.
Das Leuchtfeuer, das seit 1979 in den Dünen steht, soll abgebaut werden.

Das Unterfeuer in den Dünen an der Hörnum Odde soll abgebaut werden. Das Bauwerk droht wegen des Sandverlustes abzustürzen.

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04. November 2013, 06:00 Uhr

Vielleicht gilt es bald als Symbol für das Verschwinden der  Odde: Das Unterfeuer in den Hörnumer Dünen. Auch wenn Arfst Hinrichsen von der Stiftung Küstenschutz nach der Strandbereisung am vergangenen Dienstag betonte, die Hörnumer Odde sei durch Orkan Christian nicht gefährdet – der 1979 als Unterfeuer in Betrieb genommene kleine Leuchtturm ist es schon länger. „Es sieht dort an der Küste jetzt ziemlich drastisch aus. In absehbarer Zeit werden wir ihn zurück bauen müssen“, sagte Wolfgang Stöck vom Wasser- und Schifffahrtsamt. Die Entscheidung zum geordneten Rückzug aus dem Leuchtturm  hat das Helmholtzzentrum Geesthacht schon in der vergangenen Woche getroffen: Seit 2003 hat das Institut dort mit einer kleinen Radaranlage Strömungen, Wellen und Wassertiefe gemessen. „Nachdem der Strom durch die Küstenabbrüche schon seit einigen Wochen unterbrochen war, haben wir beschlossen, dass wir dort abziehen“, sagte Gottfried Schymura vom Forschungszentrum.

Um für sein Forschungsprojekt, in dem es um Wellendissipation im strandnahen Bereich gehe, weiter Daten zu erfassen, wurde für diesen Winter ein Radarturm bei Dikjen Deel aufgebaut.

Um die Hörnumer Odde sorgen sich gerade nach neuen Abbrüchen durch Orkan Christian Anwohner und Gäste um den Bestand der Odde. Auf die Ergebnisse der Strandbereisung am Dienstag, die der Insel bescheinigten, noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, reagierten einige von ihnen gereizt: „Schaut mal vor Ort, was da so weggespüllt wurde. Das ist nicht relativ wenig, das ist ein Katastrophe!“ schrieb ein Leser der Sylter Rundschau auf Facebook.

Im September diesen Jahres hatte der Chef der Küstenschutzabteilung des Kieler Umweltministeriums gesagt, dass die Hörnumer Oddde nicht mit Küstenschutzmaßnahmen gesichert werden solle. Die recht junge Odde werde auch nicht verloren gehen, sondern sich weiterhin verändern. Der Ort Hörnum werde auf jeden Fall vor Sturmfluten geschützt.

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