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Dreharbeiten am Ellenbogen in List : „Hier zu drehen ist einfach schön“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Robert Atzorn und eine große Filmcrew drehen auf Sylt den dritten Krimi aus der Reihe „Nord Nord Mord“

Grausiger Fund am Ellenbogen: Ein Hund entdeckt am Lister Weststrand einen abgetrennten Arm. Die Polizei rückt an, der Tatort wird abgesperrt: Hauptkommissar Theo Clüver ermittelt – Auftritt Robert Atzorn. Der Schauspieler verkörpert bereits zum dritten Mal den sympathischen kantigen Kripomann Clüver, der gemeinsam mit seinen Kollegen Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) und Ina Behrendsen (Julia Brendler) auf Sylt ermittelt.

Am Dienstag war Beginn der Filmaufnahmen auf der Insel. Direkt vom Sylt Shuttle ging es zuerst hinunter zum Hörnumer Hafen. Gestern dann wurde am Ellenbogen in List gedreht. Polizeiwagen stehen auf dem Parkplatz, Absperrband flattert im Wind, Schaulustige tummeln sich am Strand – gedreht wurde die allererste Szene des Films, der Fund des Arms, sowie der erste Auftritt des Kommissars und seiner Kollegen. „Wir drehen!“, tönt es laut, danach geht es – bis auf den Text der Schauspieler – nur noch im Flüsterton weiter. Etwa 40 bis 50 Leute sind an den Dreharbeiten beteiligt. Gestern kamen weitere 15 Komparsen hinzu. Zwischendurch müssen mehrfach Zuschauer gestoppt werden, da sie sonst durchs Bild gelaufen und unfreiwillig selbst zu Komparsen geworden wären.

Bereits um 5 Uhr morgens war das Team im Norden der Insel angerückt. Wohnmobile, Lastwagen mit Equipment und Küche standen auf dem nördlichsten Parkplatz am Ellenbogen. Um kurz nach sechs Uhr war Drehbeginn. Für Robert Atzorn ging es erst etwas später los. Der Schauspieler ist bereits seit Montag auf Sylt. Es ist sein dritter Besuch auf der Insel, außerhalb der Dreharbeiten hat es ihn noch nicht nach Sylt verschlagen. „Ich wohne ja in Bayern, das ist mir zu weit. Wenn ich wegfahre, dann eher in den Süden“, erklärt der Schauspieler. Der Dreh auf Sylt sei aber immer etwas besonderes. „Es gibt hier tolle Motive, einen tollen Strand, es ist einfach eine hervorragende Atmosphäre. Die Luft ist immer frisch und energetisierend. Hier zu drehen ist einfach schön“, so der Schauspieler. Natürlich bringe der Wind auch so seine Schwierigkeiten mit, die Szenen am Strand müsse man wahrscheinlich nachsynchronisieren, da der Wind gestern ordentlich pfiff.

Robert Atzorn hat schon oft in Krimis gespielt. Ob es sein Genre ist, er es besonders mag? „Das ist eine blöde Frage!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen, um dann hinzuzufügen: „Ich finde das Thema Krimi ist eigentlich überstrapaziert. Aber diese Reihe besitzt eine gewisse Leichtigkeit, daher halte ich es für vertretbar.“

Der erste Film der Reihe „Nord, Nord, Mord“ lief 2011 im ZDF, der zweite Teil „Nord Nord Mord – Clüver und die fremde Frau“ wurde im vergangenen Jahr ausgestrahlt. Der Arbeitstitel für die derzeitige Produktion lautet „Stille Wasser“. Ein lebloser Körper, der plötzlich verschwunden ist, ein abgetrennter Arm, eine Leiche und dann ist da noch ein Juwelenraub, der vor 13 Jahren in Kampen verübt wurde – Clüver und seine Kollegen verfolgen gleich mehrere Spuren.

Das Filmteam wird bis Anfang Oktober auf Sylt sein. Es sind 21 Drehtage geplant. Weitere Drehorte sind der Lister Hafen, die Kurverwaltung List und auch am Westerländer Strand und in Keitum werden noch Szenen gedreht – dort wird die Crew mit Sicherheit ebenfalls für Trubel sorgen und die Aufmerksamkeit von Schaulustigen auf sich ziehen.

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erstellt am 18.Sep.2014 | 06:08 Uhr

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