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Inselferien-Regelung : Hickhack um Eltern-Befragung

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Der Termin für die Eltern-Umfrage zur Inselferien-Regel-ung steht fest: Sie findet in der ersten Februar-Hälfte statt. Meinungsverschiedenheiten gibt es allerdings noch wegen der Formulierung des Fragebogens.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2010 | 07:03 Uhr

Sylt | Angekündigt war sie bereits für den November. Jetzt soll die von den Elternsprechern der zehn Sylter Schulen ausgearbeitete Eltern-Umfrage zur möglichen Änderung der Insel-Ferienregelung vom 2. bis 12. Februar stattfinden. Allerdings droht die Gefahr, dass nicht alle Schulen mitmachen werden. Der Grund sind Meinungsverschiedenheiten über die Formulierung des Fragebogens.
Bahnsen will an der dritten Antwortmöglichkeit festhalten
Streitpunkt ist die dritte Antwort des jetzt vorliegenden Entwurfes, die Frühjahrsferien Anfang März bei Kürzung von Oster- und Herbstferien vorsieht. Gegen die Aufnahme dieser Variante gibt es von den Vertretern einiger Schulen Widerspruch. "Dadurch laufen wir Gefahr, dass das Kieler Bildungsministerium, wie Ende 2008 schon einmal geplant, Frühjahrsferien ablehnt und auch die längeren Herbstferien streicht, weil sie nicht mehr erforderlich sind", begründet Bernd Reinartz, Elternsprecher am Gymnasium, seine Forderung, den Passus zu streichen. Sollte das nicht geschehen, will er die Umfrage-Beteiligung vom Votum der Elternvertreter des Gymnasiums abhängig machen.

Während Reinartz der Ansicht ist, dass es bei der Eltern-Befragung nur ein Ja oder Nein zu Frühjahrsferien unter Beibehaltung längerer Herbstferien gebe, will Dirk Bahnsen an der dritten Antwortmöglichkeit festhalten. Der Elternsprecher der Tinnumer Grundschule und Initiator der Umfrage sieht sie als "wichtiges Signal an die Sylter Politik". Hintergrund ist die kritisierte Empfehlung des Schulausschusses, für neue Frühjahrsferien je eine Woche der Oster- und der Herbstferien zu opfern. Bahnsen: "Wenn die dritte Antwort kaum angekreuzt wird, unterstreicht das nur die Bedeutung der Herbstferien. Das sehen die Elternvertreter von sieben der zehn Schulen genauso." Da er sich im Grundsatz mit Bernd Reinartz "auf einer Wellenlänge" sieht, hofft Bahnsen, dass sich auch das Gymnasium an der Umfrage beteiligen wird. "Unser Ziel ist es schließlich, mit einer Stimme zu sprechen."
"Die Fragestellung ist uns mittlerweile egal"
Genervt von dem Hickhack ist Sabine Mateika von der Initiative für eine neue Ferienregelung, die am Fragebogen nicht beteiligt war. "Mittlerweile ist uns die Fragestellung egal, Hauptsache es kommt überhaupt zur Umfrage", bringt sie die Ungeduld der Initiative und vieler Eltern auf den Punkt und denkt bereits weiter: "Uns wäre wichtig zu wissen, was mit dem Ergebnis passiert und ob wir damit arbeiten können." Dazu Dirk Bahnsen: "Unsere Aufgabe ist es, für ein Meinungsbild der Eltern zu sorgen und es zu veröffentlichen. Wenn es eine klare Mehrheit für Frühjahrsferien gibt, sollten wir die Initiative dafür nutzen, sie auch zu erreichen. Dort wird schließlich seit langem eine super Arbeit gemacht."

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