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Neuanfang : Helge Jansens Abschied von der Politik

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Bis zur Fusion seiner Gemeinde Rantum mit Westerland und Sylt-Ost war Helge Jansen der dienstälteste Bürgermeister der Insel. Im neuen Parlament der Gemeinde Sylt wird er nicht mehr vertreten sein.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2009 | 06:47 Uhr

Rantum | Am 29. März ist für Helge Jansen mit der Kommunalpolitik endgültig Schluss. Nach 18 Jahren als Bürgermeister der zu Jahresbeginn in der Großgemeinde Sylt aufgegangenen Gemeinde Rantum wird der 60-Jährige nicht als Kandidat für die Gemeindewahl antreten. "Vor allem aus beruflichen Gründen", wie der Diplom-Sozialpädagoge und Leiter der Rantumer ADS-Einrichtung erklärt.
"Hätte mich am ehesten der CDU angeschlossen"
Zum einen habe sich die Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig (ADS) entschieden, nach zweijähriger Pause ihr Mutter-Kind-Kurheim in Rantum zum 1. April wieder zu öffnen. Zum anderen werde er sich als Referent um ein neues Vermarktungskonzept für die sechs ADS-Schullandheime kümmern und viel auf Reisen sein. Jansen: "Diese berufliche Herausforderung habe ich gerne angenommen."

Und auch lieber, als eine höchst ungewisse Kandidatur als Direkt- oder Listenkandidat. Da sich Jansens bisherige politische Heimat, die Wählergemeinschaft Rantum, aufgelöst hat, hätte der Weg in die neue Gemeindevertretung nur über eine andere Partei geführt. "Die Sylter Wählergemeinschaft hat mit Sven-Okke Draht einen sehr guten Rantumer Direktkandidaten, so dass ich mich am ehesten der CDU angeschlossen hätte", sagt Jansen. Doch auch da wären Nominierung und Wahlerfolg keineswegs sicher gewesen. Zu umstritten war Jansens Rolle bei der Rantumer Entscheidung für den inselweit kritisierten Bau des TUI-Dorfhotels.
Ausstieg "ohne Groll"
Jansen: "Da ich ohnehin immer gesagt habe, dass ich 2013 aus der Politik aussteige, kommt der Ausstieg jetzt zwar früher, aber durchaus zum richtigen Zeitpunkt und auch ohne jeden Groll." Bis zur Wahl wird Jansen den politischen Übergang noch aktiv begleiten ("es gibt viel Wissen, das nicht in den Akten steht"). Sofern von der Politik gewollt, wäre er zudem bereit, sich auch ohne Mandat weiter um den Küstenschutz zu kümmern. Seit 1988 ist Helge Jansen Vorsitzender des Landschaftszweckverbandes, dessen Leitung er sich auch weiterhin vorstellen kann. "Ich buhle nicht darum, finde das Thema aber interessant und so wichtig, dass sich ein funktionierendes insulares Gebilde damit befassen sollte."

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