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Geburtenstation : Heftige Kritik im Netz an Asklepios-Infoabend

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wenn die Nordseeklinik, die nach der Schließung der Geburtenstation heftig in der öffentlichen Kritik stand, nun Werbung für die Geburt in der Asklepios Klinik Altona macht, kommt das nicht bei allen Insulanern gut an.

Wenn die Nordseeklinik, die in den Wochen um die Schließung der Geburtenstation heftig in der öffentlichen Kritik stand, nun Werbung für die Geburt in der Asklepios Klinik Altona macht, kommt das nicht bei allen Insulanern gut an. In der Facebookgruppe Gesucht-Gefunden-Sylt sorgte die Werbeanzeige der Klinik „Hallo Baby! Sichere Geburt auf dem Festland“, in der auf die Infoveranstaltung am Freitag hingewiesen wird, für verärgerte Kommentare: „Asklepios, einfach nur peinlich!“ schreibt ein Nutzer, der sich unter anderem darüber ärgert, dass der Konzern „trotz Schließung der Sylter Geburtenstation noch einen auf Wohltäter“ machen würde. Andere Nutzer fordern dazu auf, die Infoveranstaltung zu besuchen, um dort für eine Geburtshilfe auf Sylt zu protestieren.

In der Nordseeklinik ist man von diesen Rekationen nicht unbedingt überrascht. „Dass unser Angebot in Altona nicht das ist, was die Sylter gern hätten, ist klar“, sagte Kliniksprecherin Mirjam Kretschmer. Darüber, dass beim Thema Asklepios und Geburt auf Sylt die Emotionen schnell hoch kochen, ist auch Nordseeklinik-Geschäftsführer Florian Nachtwey nicht überrascht. Doch das Angebot, sich über die Entbindungsmöglichkeiten in Hamburg zu informieren, sei nicht mehr als das: Ein Angebot. Gerade weil sich Insulaner im Netz auch über die Unterbringungsmöglichkeiten für Gebärende beispielsweise in Niebüll beschweren, halte er es für angebracht, ihnen schlicht eine dritte Alternative anzubieten, wo sie ihr Kind kriegen können: „Dass Hamburg weit weg ist, und es beispielsweise für berufstätige Väter nicht einfach ist, dorthin zu kommen, ist uns auch klar“, so Nachtwey. Seit der Schließung der Geburtenstation auf der Insel hätten insgesamt vier Sylter Mütter das Angebot genutzt, ihr Kind in Hamburg zu bekommen.

Sorge wegen einer Demonstration bei der Veranstaltung am Freitag um 18 Uhr im Congress Centrum habe man nicht, so Nachtwey weiter: „Es besteht doch das Recht auf Meinungsfreiheit.“

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erstellt am 06.Nov.2014 | 05:09 Uhr

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