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Nazibauten auf Sylt : Haus aus den 1930er Jahren muss abgerissen werden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ein ehemaliges Militärgebäude der Nazis in Hörnum muss verschwinden. Das hat ein Gericht entschieden. Bis zum Sommer hat der Mieter Zeit, um eine neue Bleibe zu finden.

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erstellt am 24.Feb.2016 | 06:05 Uhr

Die Geschichte dieses Backsteinhauses am Ortseingang von Hörnum hat im vergangenen Jahr die Gemüter im Inselsüden bewegt: Das bewohnte Haus in der Rantumer Straße 53 wurde 2011 zwangsversteigert. Ein Hamburger Anwalt hatte das Gebäude damals für mehr als eine Viertelmillion Euro erworben – allerdings in dem Wissen, dass es eigentlich nicht stehen bleiben soll. Denn das ehemalige Militärgebäude der Nazis aus den 1930er Jahren ist, wie einige andere Bauten aus dieser Zeit auf der Insel, nie genehmigt worden. Der für die Versteigerung zuständige Gutachter hatte damals ermittelt, dass das Gebäude keinen Verkaufswert habe. Gegenüber unserer Zeitung sagte er, dass eine Abrissverfügung vom Kreis zu erwarten sei. Der Hamburger zahlte trotzdem für den schmucken Bau – wohl in der Hoffnung, den geplanten Abriss juristisch doch noch verhindern zu können. Im Juni vergangenen Jahres aber scheiterte seine Klage gegen die Abrissverfügung des Kreises vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig. Im Dezember wurde ein Berufungsverfahren nicht zugelassen. Heißt: Das Haus muss weg.

Von Seiten des Kreises Nordfriesland heißt es auf Nachfrage der Sylter Rundschau dazu: „Der Eigentümer des Hauses steht jetzt also in der Pflicht, das Gebäude abzureißen. Da der Mieter des Hauses zuvor jedoch eine andere Wohnung finden muss, hat der Kreis sich bereit erklärt, bis Mitte 2016 zu warten, bis die Beseitigungsverfügung umgesetzt werden muss.“




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