Hapimag Hörnum: Ruhe vor dem Sturm

Blick von der Terrasse eines Appartements.
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Blick von der Terrasse eines Appartements.

Im Inselsüden hat Hapimag ordentlich Geld in die Hand genommen: 35 Millionen Euro kostet die Ferienanlage, die ab Ende Februar die ersten Urlauber beherbergen wird. Resort-Manager Marko Achilles rechnet mit rund 80 000 Übernachtungen in diesem Jahr.

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03. Januar 2009, 03:59 Uhr

Hörnum | Das Hörnumer Hapimag-Resort ist dieser Tage nicht nur eine Ferienanlage ohne Gäste, sondern auch eine Baustelle ohne Bauarbeiter. Das einzige, was sich von der Stille absetzt, sind die Schritte von Resort-Manager Marko Achilles (36). Auf den weitläufigen Gängen im Inneren des Resorts schreitet er vorbei an unverputzten Wänden, betritt einen Veranstaltungsraum, in dem noch Kabel aus der Decke hängen und lässt sich schließlich in einen mit Plastikfolie abgedeckten, dunkelroten Sessel nieder. Hier, unmittelbar neben der Bar im künftigen Restaurant, werden ab dem 21. Februar pünktlich zum Biike-Brennen Urlaubsgäste Platz nehmen können. Das Restaurant wird auch Nicht-Hapimag-Gästen offen stehen. Am 27. Februar öffnet die gesamte Ferienanlage.

"Wir liegen richtig gut in der Zeit", erzählt Achilles. Das Gros der Innenausstattung befinde sich schon in den einzelnen Gebäudeteilen: den fünf Dünenhäusern mit Appartementwohnungen, dem Badehaus mit zwei Poolbereichen und dem Torhaus mit Rezeption, Restaurant, Bar und Mehrzweckraum. "Bis auf das Kleininventar sind wir eingerichtet, ab Montag geht es jetzt ans Fein-Tuning", sagt der Chef. Mit Kleininventar meint Achilles beispielsweise Geschirr und Bilderrahmen für die einzelnen Ferienwohnungen sowie Regale und Stühle für das Restaurant. Er selbst hat vor zwei Wochen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern eine Wohnung im Haupthaus des Resorts bezogen. "Weihnachten haben wir schon bei Hapimag gefeiert", erzählt er und lächelt. "Die Insel ist ein Traum, für die Kinder genau der richtige Ort zum Aufwachsen." Die Energie, die Achilles braucht, um in den noch verbleibenden acht Wochen vor der Eröffnung die Personalplanungen ("wir sind noch mitten in der Findungsphase") abzuschließen und den Bau zu überwachen, holt er sich beim allmorgendlichen Joggen am Hörnumer Strand.

Er nennt ehrgeizige Ziele: für 2009 eine Auslastung der Anlage von 85, langfristig von über 90 Prozent. Angesichts der bisherigen Nachfrage ("Von Mai bis Oktober sind wir komplett ausgebucht") durchaus realistisch. Für dieses Jahr hieße das 80 000 zusätzliche Übernachtungen in Hörnum, rechnet Achilles vor - 151 Appartements stehen dafür in der gesamten Anlage zur Verfügung.

Dass Hörnum von Hapimag profitieren wird, davon ist Achilles fest überzeugt. "Wir wollen hier mit unserem Projekt etwas bewegen und mit den Syltern kooperieren." Einheimische Firmen will er dafür sooft es möglich ist einbinden, ob es nun Zulieferer für die Gastronomie sind oder lokale Veranstalter.

Bis Februar wird in der Rantumer Straße 23a, direkt gegenüber der neuen Kurverwaltung, in 22 Monaten Bauzeit für 35 Millionen Euro eine Ferienanlage entstanden sein, die dem Inselsüden neue Impulse verleihen wird. So ruhig wie dieser Tage, wird es bei Hapimag allerdings nie wieder werden.

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