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Politik auf Sylt : Häckels Verwaltungsreform schlägt hohe Wellen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Am 1. März ist Häckels Verwaltungsreform Inkraftgetreten. Einige Mitarbeiter haben eine neue Position, bei anderen ändert sich nichts.

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2016 | 05:04 Uhr

Nun hat der Bürgermeister der Gemeinde Sylt seine Pläne in die Tat umgesetzt: Am 1. März ist die im Vorfeld viel diskutierte und umstrittene Verwaltungsreform von Nikolas Häckel Inkraftgetreten – inklusive einiger personeller Veränderungen. Der größte Umbau fand im Amt für Umwelt und Bauen statt: Häckel hat die vorher voneinander getrennten Ämter zusammengelegt, weil „alle Bauthemen auch mit dem Umweltschutz zusammenhängen“, wie er unserer Zeitung sagte (wir berichteten).

Das hat unter anderem für den ehemaligen Bauamtsleiter Martin Seemann Folgen. Er ist nun für das Amt mit dem undurchsichtigen Namen „Stabsstelle Projekte“ zuständig und damit dem Bürgermeister direkt unterstellt. Mit dem Wort „Projekte“ sind in diesem Fall Themen gemeint, die über mehrere Ämter hinausgehen. „Der Bürgermeister ist bereits früh an mich herangetreten und hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, sagt Seemann, der auf seiner neuen Position eine wichtige Funktion hinzubekommt: „Die Verwaltungszentralisierung wird künftig ein großes Thema für mich sein“, erzählt er, „daneben werde ich weiterhin viele Themen aus den Bereichen Bauen und Stadtplanung bearbeiten“. Auch das Parkraumbewirtschaftungskonzept oder die Radwegplanung werde der ehemalige Bauamtsleiter weiter federführend begleiten. „Viel von dem, was ich bisher gemacht habe, mache ich auch weiter, man nimmt mir also keine Arbeit weg“, erklärt Seemann, „allerdings habe ich keine Personalverantwortung mehr, wie als Bauamtsleiter“.

Eine weitere neue Stelle bekleidet in Zukunft Bernd Neumann in der „Stabsstelle Beteiligungen“, bei der es um die Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS), der Energieversorgung Sylt (EVS) oder dem Flughafen geht. Eine zusätzliche Umstellung nach Häckels Verwaltungsreform ist die Ortsentwicklung. Diese ist nun direkt dem Bürgermeister unterstellt – zuvor war sie dem Amt Umwelt und Bauen untergeordnet. Einen Leiter für dieser Stelle gibt es allerdings noch nicht, ebenso wenig wie für das Amt Umwelt und Bauen, das Joachim Schweitzer, ehemals Bauverwaltung, gerade übergangsweise bekleidet. Beide Stellen sollen allerdings nach Angaben von Häckel in Kürze ausgeschrieben werden.

Für die drei weiteren Säulen, auf denen die Verwaltung steht, wurden die Personalien bereits geklärt: Monika Kuhn ist Leiterin des Amts für Inneres und Bildung, Gabriele Gotthardt leitet das Ordnungsamt und Harro Johannsen das Amt für Finanzen und Liegenschaften.

Kritische Stimmen über Häckels Verwaltungsreform kommen unter anderem von der SPD: „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Aufteilung von Bau- und Umweltamt fachlich und im Hinblick auf die Mitarbeiter falsch ist“, sagt Gerd Nielsen, Fraktionsleiter der Sozialdemokraten. Von der „Stabsstelle Projekte“ erhofft sich Nielsen, dass die Verwaltungszentralisierung nun weiter nach vorne gebracht wird. „Wir sind seit 2008 an diesem Thema dran“, sagt er, „nun haben wir mit der Stabsstelle Projekte ein eigenes Büro, das das Begleitenund Vorantreiben soll. Daher hoffe ich, dass da auch was passiert“

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