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Bildung : Gymnasium: Eltern fordern Entscheidung bis zum Sommer

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Sie haben Informationsdefizite ausgemacht: Die Elterninitiative "Pro Gymnasium mit Regionalschule" tagte am Montag im Schulzentrum und beschloss, an die Sylter Parteien und später auch an die Mitglieder des neuen Schulverbands heran zu treten.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2009 | 06:40 Uhr

Sylt | Im Foyer der Schule steht eine Tafel mit drei Fragezeichen: "Was ist denn nun mit dem Gym???" ist dort in großen Lettern zu lesen.
"Nicht jeder weiß genau Bescheid"

Bei der Beantwortung will die neue Elterninitiative "Pro Gymnasium und Regionalschule" (wir berichteten) helfen. Montag trafen sich Sprecherin Sabine Ketteler, ihr Vertreter Harald Lotze und weitere Eltern dafür erstmals im Schul-Café. Ihr Ziel: Das Abstecken eines Aktivitätenplans. Lotze: "Wir haben beschlossen, dass wir Kontakt zu allen Parteien aufnehmen und gucken, ob es Interesse an einem gemeinsamen Informationstermin gibt."

Denn, so die Einschätzung der Eltern, es herrsche immer noch Unklarheit darüber, welche Möglichkeiten es zur Umsetzung des neuen Schulgesetzes gebe. Birgitta Pietz, Juristin und Mitglied der Initiative, erklärt: "Der alte Schulverband hat mit Gemeinschaftsschule plus G8-Gymnasium etwas beschlossen, was für die Insel nicht kompatibel ist. Das geht auf dem Festland, aber wir haben dafür zu wenig Schüler. Diese Fehlentscheidung zeigt uns, dass nicht jeder genau Bescheid weiß."
Nicht bis November warten

Nach den Parteien sollen deshalb auch die Mitglieder des neuen Schulverbandes, die letztlich die Entscheidung über die künftige Sylter Schulform treffen, eingebunden und informiert werden. Haken dabei: Der Verband wird sich erst nach der neu gewählten Gemeindevertretung konstituieren. Das heißt, so die Auskunft aus dem Rathaus, er wird seine Arbeit nicht vor Mai aufnehmen.

Dennoch streben die Eltern eine möglichst schnelle Entscheidung an und wollen nicht bis zum vorgegebenen Termin im November warten. Ketteler: "Wir möchten bis zu den Sommerferien Klarheit. Sonst droht, dass Schüler oder Lehrer aus Unsicherheit abwandern."
Ergebnis wird im Mai erwartet

Parallel zu den Bemühungen der Eltern, die betonen, auch die Befürworter der Gemeinschaftsschule einbeziehen zu wollen, wird an den weiterführenden Schulen an einem Konzept zur praktischen Umsetzung der Regionalschule mit Verbindung zum G8-Gymnasium gearbeitet: Freitag gab es unter anderem dazu einen Konferenztag und heute trifft sich eine Arbeitsgruppe aus Lehrern, die das von Dr. Wolf-Dietmar Stein (Realschule) und Dr. Norbert Spahn (Gymnasium) entworfene Grundkonzept auf Praxistauglichkeit (Stundenpläne, Lehrerversorgung...) prüft. Ein Ergebnis wird etwa im Mai erwartet - zur ersten Sitzung des neuen Schulverbands.

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