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Wohnungsbau auf Sylt : Gut gewirtschaftet, klug gehandelt, visionär geplant

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Erlöse gesteigert, Defizite verringert, neue Projekte auf den Weg gebracht – Sylter Wohnungsbau-Chef Marcus Kopplin überzeugt die Inselpolitiker mit guter Bilanz seines ersten Amtsjahres.

Viel hätte nicht mehr gefehlt und es wäre sogar applaudiert worden zum Ende der Wohnungsbauausschuss-Sitzung am Montag – zumindest aber gab es herzliche Glückwünsche aller Gemeindevertreter zu einer „überaus gelungenen Punktlandung“. Der Grund für die seltene Euphorie im Sitzungssaal des Rathauses: Marcus Kopplin, seit 1. Juli 2012 in seinem Sylter Amt als Chef des Kommunalen Liegenschaft-Managements (KLM) tätig, legte den ersten Abschlussberichts eines kompletten Geschäftsjahres unter seiner Betriebsleitung vor. Der konnte sich durchaus sehen lassen.

So verminderte sich der Jahresfehlbetrag des Eigenbetriebs der Gemeinde Sylt um stolze 388 864 Euro. Und zwar von knapp einer halben Millionen Euro im Jahr 2012 auf exakt 42 465,94 Euro im Zeitraum 2013. Grund dafür: Der Umsatz erhöhte sich um mehr als 800 000 Euro, während gleichzeitig rund 476 000 Euro weniger für Material und Instandhaltung ausgegeben wurde. Da KLM im vergangenen Jahr allerdings weniger Erbpacht-Grundstücke verkauft hat als zuvor, seien die Erlöse in dieser Sparte rückläufig. Außerdem sind die Personalkosten aufgrund von Tarifanpassungen um 93 000 Euro gestiegen.

Wenn auch ohne Applaus, aber dennoch mit wohlwollender Einstimmigkeit empfahlen die Ausschussmitglieder den im September tagenden Gemeindevertretern den KLM-Jahresabschluss 2013 wie vorgelegt zu beschließen und den jetzt nur noch fünfstelligen Jahresfehlbetrag von der Gemeindekasse ausgleichen zu lassen.

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Fast zu zufrieden, denn das Ergebnis ist eigentlich zu gut“, sagte der KLM-Chef zum Abschluss, richtete den Blick aber umgehend in die nähere und fernere Zukunft. Erfreulich sei die im Februar beschlossene, durchschnittlich zirka zehnprozentige Mieterhöhung zum 1. September diesen Jahres verlaufen: Exakt 337 Mietparteien hätten bisher – wie gesetzlich vorgeschrieben – zugestimmt, es gäbe nur drei Einsprüche, 31 Mieter hätten bisher nicht reagiert. „Wir haben bei diesem sensiblen Thema gut argumentiert“, so Kopplin. „Es gab keinerlei Kritik in der Presse, auch kaum Proteste oder Widerstände, zum Beispiel in den sozialen Netzwerken.“

In Zukunft soll auch die Arbeitsweise von KLM verständlicher und transparenter werden: Marcus Kopplin kündigte an, den Planungs- und Bearbeitungsstand aller kommunaler Wohnungsbauprojekte zeitnah öffentlich ins Internet zu stellen. Dann können Interessierte zum Beispiel verfolgen, dass von den 226 derzeit geplanten Neubauwohnungen exakt 62 Objekte in der Wohnsiedlung Süd und auf dem Bastianplatz in der Ausschreibung sind und dass die 15 Wohnungen im ehemaligen Ida-Ehre-Haus bereits Ende 2014 bezugsfertig sein sollen.

 

 

 

 

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erstellt am 27.Aug.2014 | 05:45 Uhr

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