Explosives Training : GSG 9 lässt es auf Sylt ordentlich krachen

Die GSG 9 in Aktion. Foto: dapd
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Die GSG 9 in Aktion. Foto: dapd

Die Spezialkräfte der Bundespolizei trainieren auf der Insel für den Ernstfall. Heute wird es wieder laut, denn dabei kommt durchaus auch Sprengstoff zum Einsatz.

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18. November 2011, 09:51 Uhr

Sylt | Im Norden Westerlands war der Knall am Dienstagmittag deutlich zu hören. Noch Kilometer entfernt schreckten Menschen zusammen, als auf dem verwaisten Marinefliegerhorst eine Ladung Sprengstoff explodierte. Seit Montag trainieren dort Spezialkräfte der Bundespolizei für den Ernstfall. Sie werden ausgebildet, sich in schwierigen Situationen Zugang zu verschiedensten Räumen verschaffen zu können. "Um diese Situationen zu üben, werden auch kleine Mengen Sprengstoff eingesetzt", bestätigt Matthias Menge von der Bundespolizei in Bad Bramstedt.
Um welche Sondereinheit es sich handelt, wollte die Bundespolizei auf Nachfrage nicht verraten. Die Szenarien seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Nach Informationen des sh:z ist es die Spezialeinheit GSG 9, die sich auf dem verlassenen Militärgelände auf brenzlige Situationen wie eine Geiselbefreiung oder den Antiterror-Kampf vorbereitet. Auch heute wird es im Laufe des Tages noch einmal ordentlich krachen. Ziel der Spezialisten ist dann die ein Meter dicke Stahlbetonmauer einer ehemaligen Trafostation. Um 17 Uhr soll die Übung beendet sein und die Spezialeinheit, die im ADS-Heim in Rantum untergebracht ist, wieder den Rückweg antreten.
GSG 9 war schon einmal auf der Insel
Immer mehr Gebäude wurden seit letztem Jahr auf dem leer stehenden Fliegerhorst dem Erdboden gleich gemacht. Ein ideales Übungsterritorium. Wie zum Beispiel das Haus 48 unweit der beiden großen Flugzeughallen. Vor allem der großer Luftschutzkeller unter dem Winkelbau macht es für die Übungen reizvoll. Aber auch im Gebäude 30, einem Stabsgebäude in der Nähe des einstigen Offiziersheims, trainierten die Einsatzkräfte ihre Zugangstechniken.
Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass die GSG 9 auf Sylt zu Gast ist. Bereits im Juli sprangen Fallschirmspringer hier wie auch am Ellenbogen aus den Hubschraubern der Bundespolizei. Diesmal sind sie auf der Erde geblieben - aber dafür deutlich lauter...

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