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Halloween auf Sylt : Grusel und Metal bei Hardrock-Party in Keitum

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Beim dritten Sylter Halloween Metal Festival im Keitumer Friesensaal lauschte ein unheimlich aussehendes Publikum harter Gitarrenmusik.

Finstere Gestalten mit blutverschmierten Gesichtern in nebelschwangerer Luft, lachende Skellettpuppen, gruselige Kürbisköpfe - diese Szenerie erwartete Besucher bei der dritten Auflage vom Sylter Metal Festival am Sonnabend nach Einbruch der Dunkelheit im Keitumer Friesensaal. Drei Bands hatte Veranstalterin Birgit Damer eingeladen, die den Saal mit verschiedenen Hardrock-Stilen bespielten. Den Anfang machte die Band „Smear Jam Bread“, eine dreiköpfige Sylter Teenie-Band, die sich dem Halloween-Motto entsprechend gekleidet und geschminkt hatte. Als zweiter Act betrat die finnisch-deutsche Band „Kultasiipi“ mit der ehemaligen Henner-Krogh-Preisträgerin Katharina Strohbach die Bühne und heizte dem Publikum mit derbem Folk-Metal ein. Ihr Mittelalter-Look und die brachiale Stimme von Sänger Tillmann Wormuth passten am Besten zum Motto des Abends und konnte das leider nur spärliche Publikum am meisten begeistern. Die Frauen-Band „Clara Bow“ aus Hamburg betrat zum Finale die Bühne, konnte an die musikalische Qualität ihrer Vorgänger nicht anknüpfen, hatte dafür aber ungewöhnlich viele männliche Fans in der ersten Reihe vor der Bühne stehen, die allein den ungewohnten Anblick einer weiblichen Rockband gebührend feierten. Zum Anheizen ihrer Musik baten die Ladies schließlich den Frontmann von „Kultasiipi“, laut Birgit Damer „eine Testosteronbombe“, auf die Bühne, der in seinem steinzeitlichen Fellgewand für mehr Metal-Atmosphäre sorgte.

Prämiert wurden die besten Kostüme: Bei den Frauen fiel die Wahl auf Kaja Clausen (Foto unten), bei den Männern überzeugte Simon Flöge (Foto rechts). Der konnte als Preis ganz spontan einen Auftritt mit seiner Band „Last Porn Brokers“ im Friesensaal ergattern. Deren Country-Stil wird man voraussichtlich an Pfingsten hören können, wenn das Kulturhaus erneut ein Musikfestival am Keitumer Tipkenhoog veranstaltet. Hoffentlich dann mit mehr Publikum, denn zu Halloween füllte sich der Saal nur sehr zögerlich. Dabei war der Eintritt für unter 25-jährige gratis, der Kartenpreis von 15 Euro für drei Bands keineswegs zu hoch.

„Vielleicht war selbst das vielen Syltern zu teuer, “, sagte Birgit Damer nach dem Event. „Aber mit freiem Eintritt könnten wir so einen Abend nur anbieten, wenn ein richtig großer Sponsor dabei ist.“ Und fügte hinzu: „Vielleicht sollten wir eine Hardrock-Veranstaltung auf die Harley Days legen.“ Dann ist nach Damer zumindest ausreichend Zielgruppe auf der Insel.

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