Grosses Bauprojekt auf Sylt : Grundstein für Neubau in Westerländer City

Grundsteinlegung: Bürgermeister Nikolas Häckel, Projektentwickler Marc A. Holzhausen, Bauherr Dieter Becken, Bürgervorsteher Peter Schnittgard und Architekt Jan-Erik Gerdt (v. l.).
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Grundsteinlegung: Bürgermeister Nikolas Häckel, Projektentwickler Marc A. Holzhausen, Bauherr Dieter Becken, Bürgervorsteher Peter Schnittgard und Architekt Jan-Erik Gerdt (v. l.).

Wohn- und Geschäftshaus in der Fußgängerzone soll Ende 2021 fertiggestellt werden.

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30. September 2020, 19:20 Uhr

Westerland | Wenn diese Zeitkapsel eines fernen Tages wieder ans Tageslicht kommt, wird der Inhalt wohl viele Fragen aufwerfen: Bei der Grundsteinlegung für das Wohn- und Geschäftshaus in der Wilhelmstraße 2 wurden gestern nicht nur Bauzeichnungen und Tageszeitungen im Fundament versenkt, sondern auch ein Mund-Nasen-Schutz.

Das Bauprojekt „Wilhelm“ entsteht in einer besonderen Zeit, erklärte der Hamburger Bauherr Dieter Becken. Doch der 69-jährige Unternehmer und ehemalige HSV-Aufsichtsrat zeigte sich optimistisch: „Irgendwann werden wir diese Pandemie in den Griff kriegen.“

Becken, gelernter Maurer und Architekt, ist Chef der Becken-Firmengruppe, einem der größten Hamburger Projektentwickler. Ende 2017 hat die Firmengruppe auf Sylt schon die Inselklinik für Mutter-und-Kind-Kuren in Westerland übernommen.

In dem Eckgebäude an der Wilhelmstraße und der Maybachstraße mit dem prägnanten Turm befand sich bis 2016 die Hypo-Vereinsbank. Drei Jahre stand das Gebäude in bester Innenstadtlage leer, bis die Bank es an die Becken-Gruppe verkaufen konnte. Anfang Januar dieses Jahres wurde mit dem Abriss begonnen.

Dort entsteht nun ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit 23 Wohnungen, einer Ladenfläche und einer Tiefgarage mit 39 Stellplätzen. Das Vorderhaus an der Wilhelmstraße mit seiner denkmalgeschützten Fassade wird saniert, und der nordwestliche Turm bekommt wieder seine glockenartige Form, die er schon um das Jahr 1900 hatte, als in dem Geschäftshaus noch „Orths Mode-Bazar“ ansässig war. Auf der rund 700 Quadratmeter großen Ladenfläche im Erdgeschoss will der Drogeriemarkt Rossmann voraussichtlich im vierten Quartal 2021 eine neue Filiale eröffnen – zusätzlich zu seinem Standort am Kirchenweg.

Bei der Grundsteinlegung richtete Bauherr Becken am Mittwoch seinen Dank unter anderem an die Handwerker, das Rohbauunternehmen Edlef Jensen und den Architekten Jan-Erik Gerdt, der einen hervorragenden Entwurf abgeliefert habe. Becken lobte insbesondere die „hochwertig gestaltete Fassade“, weil sie die Seebäderarchitektur des historischen Westerlands aufgreift. Die Investition bezifferte der Investor auf 16 Millionen Euro. Der Projektname „Wilhelm“ leite sich nicht etwa von der Adresse Wilhelmstraße ab, sondern sei zu Ehren seines verstorbenen Bruders Wilhelm Becken gewählt worden.

Politik, Verwaltung und Bauherr hätten lange um die Details für dieses „Bauvorhaben in prominenter Innenstadtlage“ gerungen, erklärte Bürgermeister Nikolas Häckel, bis hin zum Standort des Krans und dem Schutz der Bäume. „Wir haben alles gemeinsam sehr, sehr gut gewuppt.“ Den Bauarbeiten wünschte er Glück, damit „wir 2022 ein prachtvolles Bauwerk im Zentrum haben.“

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