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Schulen auf Sylt : Grundschulen: Viele Fragezeichen

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach dem Aus für Morsums Grundschule beschäftigte sich der Schulausschuss der Gemeinde Sylt mit der Sicherung der anderen Standorte.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Viele Fragezeichen gibt es rund ums Thema Schulschließung Morsum: Was ist mit den weiteren Einrichtungen des Primarhauses – der Kita und dem Hort? Werden die im Sommer auch dicht gemacht? Wie sieht es ab Sommer mit der Beförderung der Morsumer Schüler an eine andere Schule aus?

Im Schulausschuss wurde am Mittwoch lange über die Situation der Grundschulen gesprochen. Die Diskussion war gespickt von gegenseitigen Schuldzuweisungen, Unterstellungen und Aufzählungen längst bekannter Tatsachen. Aber eins einte die Ausschussmitglieder dennoch: die Sorge um den Erhalt der Schulstandorte. Alle Fraktionen betonten, man wolle alles dafür tun, weitere Schulschließungen zu verhindern beziehungsweise die Entwicklung der Schülerzahlen zumindest vorausschauend im Blick zu behalten. Dass langfristig alle Standorte erhalten bleiben, daran glaubt kaum ein Politiker. Dafür sind die Prognosen einfach zu düster. Aber eine angebliche „Hopplahopp-Schließung“ wie in Morsum soll es künftig nicht mehr geben.

Um die beiden Westerländer Schulstandorte zu sichern, soll die Nordkampschule, deren Leiter im Sommer in den Ruhestand geht, zur Außenstelle der St.-Nicolai-Schule werden – sofern beide Schulkonferenzen dem zustimmen. In diese „organisatorische Verbindung“ aufgenommen werden soll auf Wunsch des Ausschusses auch das Primarhaus in Morsum – vorsorglich für den Fall, dass sich doch noch eine Möglichkeit findet, dort weiterhin Kinder zu unterrichten. Wobei es derzeit wenig Aussicht auf eine solche Lösung gibt. Auch die Hoffnung, dass die evangelische Kirche die private Trägerschaft der Morsumer Grundschule übernehme könnte, hat sich Anfang der Woche zerschlagen. Fehlende Finanzierbarkeit und schlechte Prognosen hinsichtlich der Schülerzahlen sind die Gründe dafür, wie Morsums Pastor Ekkehard Schulz ausführte.

Matthias Lauritzen (SPD) fragte die Verwaltung nach der Zukunft der Kita und des Hortes im Primarhaus. Woraufhin Hauptamtsleiterin Monika Kuhn darauf verwies, dass diese Frage von der Politik beantwortet werden müsse. „Ideen, wie es mit dem Primarhaus weiter geht, sollten aus dem Ort kommen. Was wollen die Morsumer?“, regte Oliver Ewald (CDU) an. In der nächsten Sitzung am 19. März will das Gremium in der Sache einen Schritt weiter kommen. Die Eltern bräuchten Sicherheit, damit sie in Ruhe entscheiden können, was für die eigene Familie die beste Wahl sei.

Aus der Morsumer Elternschaft waren einige Zuhörer im Sitzungssaal des Rathauses. Sie wollten wissen, wie es künftig mit der Schülerbeförderung aussieht. Egal in welche Schule des Schulverbands Sylt die Kinder nach dem Sommer gehen werden – es werde eine Beförderung geben. Das sicherten Verwaltung und Politik den Eltern zu. Bei einem Wechsel in die Norddörferschule müssten sich die Eltern allerdings mit der Frage an den entsprechenden Schulverband wenden.

Viele, viele Fragezeichen, die wohl noch eine Weile für Verunsicherung sorgen werden. Nur hinter einer Tatsache steht ein Ausrufezeichen: Die Morsumer Grundschule wird zum 1. August 2014 geschlossen.

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