Grund zur Freude

Jebsen
Jebsen

<p>Julia Lund</p> von
10. Mai 2019, 15:59 Uhr

Für einen echten Nordfriesen ist das schon eine Herausforderung: Jubilate! Der lateinische Aufruf zum Jubeln ist der Name des morgigen Sonntags. Jo! Mehr kommt da nicht, meistens jedenfalls. Echter Jubel wird bei Norddeutschen allenfalls auf dem Fußballplatz laut. Wir sind da stiller als die Briten, die wegen eines royalen Babys schon aus dem Häuschen sind. Auch begeisterte Karnevalisten haben in hiesigen Gefilden Seltenheitswert. Können wir uns nicht richtig freuen? Oder haben wir keinen Grund zum Jubel? Der Name des Sonntags weist zurück auf Ostern: Neues Leben ist möglich! Der Tod ist besiegt! Das veränderte damals in Jerusalem alles, brachte auch den bis dato verzagten und verängstigten Freunden Jesu neue Lebendigkeit und neuen Mut.
Aber das ist lange her. Die Begeisterung ist abgekühlt und oftmals die Hoffnung auch. Es geht jedoch hier um die Glaubwürdigkeit des Christentums, um unsere persönliche Glaubwürdigkeit als Christen. Wie kann man so muffelig und still sein, wenn die Botschaft von der Herrlichkeit und Schöpfermacht Gottes einen erfüllt?
Jubilate! Jubelt! Freut euch! Das Leben siegt! Nicht von ungefähr wird uns das in einer Zeit verkündet, in der draußen alles aufblüht, wo ein Festival von Farben und Düften uns zum Lob Gottes einlädt. Auch in der Natur zeigt sich das Leben in Fülle nach Monaten winterlicher Zurückhaltung.

Der Gott, der das alles geschaffen hat, ist noch am Werk. Er hat seine schöpferische Macht und die Lust am Leben noch nicht verloren. Und dies hier ist nur ein Vorgeschmack! Jubilate! Ich freue mich an der blühenden und grünenden Natur. Ich staune über die Schöpfermacht meines Gottes und traue ihr noch ganz anderes zu. Und darum ein Lächeln im Gesicht und ein ganz lautes: Jo!


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