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Sylter Rundschau

20. Oktober 2017 | 19:10 Uhr

Grünes Licht für neues Haus des Gastes

vom

Aufträge für das 7,5-Millionen-Euro-Projekt wurden an Hamburger Baufirma Aug.Prien vergeben / Ende 2014 soll der Neubau fertig sein

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wenningstedt | Großes Aufatmen in Wenningstedt: Gestern haben Tourismusdirektor Henning Sieverts und Nils Ladewig, Prokurist der Firma Aug. Prien, die Verträge für Planung und Bau des neuen Haus des Gastes unterschrieben. Nur 14 Monate nachdem die vorherige Planung aus Kostengründen gestoppt wurde, kann das Vorhaben nun mit neuem Architekturkonzept und verkleinertem Flächenprogramm realisiert werden. Nach einer europaweiten Ausschreibung erfolgte der Auftragszuschlag an das Hamburger Traditionsunternehmen für knapp 7,5 Millionen Euro. Mit dem Bau begonnen werden soll schnellstmöglich, die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2014 geplant.

"Wenn wir nicht wieder so einen langen Winter bekommen, sollte das zu schaffen sein", sagt Ladewig, der damit rechnet, dass in vier Wochen der Bauantrag eingereicht werden kann. Seine Antwort auf die Frage, ob sichergestellt sei, dass der Bau am Ende nicht doch teurer als erwartet wird: "Selbstverständlich. Wenn sich an den Wünschen des Bauherrn zum heutigen Zeitpunkt nichts ändert, wird es auch keine Mehrkosten geben."

Grundlage dafür sind zum einen das Architekturkonzept von Hans Schwemer jr. (Architekturbüro Schwemer) sowie die detaillierten Vorgaben des fünfköpfigen baubegleitenden Ausschusses - die bis zur Auswahl der Bodenbeläge und Fliesen reichen. "Das Einsetzen dieses Ausschusses hat sich absolut bewährt", findet Henning Sieverts, der neben Schwemer und Bürgermeisterin Katrin Fifeik auch die Gemeindevertreter Sabine Koppelt und Marc Welsch an seiner Seite hatte.

Das Architekturkonzept sieht zwei separate Baukörper vor, die durch ein gläsernes Foyer miteinander verbunden sind. Die formale Gestaltung der Fassade des ersten, straßenseitigen Baukörpers (Praxis/Büro- und Geschäftsgebäude) soll im sogenannten Bäderstil mit geschlämmtem Sichtmauerwerk ausgeführt werden. Der promenadenseitige Veranstaltungssaal soll die Formensprache des ersten Baukörpers im Hinblick auf die Dachgestaltung und -neigung aufnehmen, jedoch gestalterisch mit einer minimalistischen Holz-/Glasfassade mit der neuen Promenade korrespondieren.

Der Saal bietet 250 Personen Platz, durch Hinzunahme des multifunktionalen Foyers kann das Fassungsvermögen auf 400 Besucher vergrößert werden. Für Läden stehen 325 Quadratmeter zur Verfügung, die Praxis- und Büroflächen im Obergeschoss erstrecken sich auf 470 Quadratmeter. Im Untergeschoss werden Technik, Lagerräume sowie 44 Pkw-Stellplätze untergebracht.

Nach Ansicht von Katrin Fifeik erfüllt der Bau damit "alles, was wir uns vorgestellt haben". Ihre mittlerweile in der politischen Verantwortung stehenden Aktiven Bürger hatten sich 2007 im Zuge des Widerstands gegen das von der damaligen Gemeindevertretung beschlossene Kurhaus/Hotel-Projekt von Privatinvestor Herman Densch formiert. Fifeiks Ansicht nach geht die Gemeinde mit dem jetzigen Konzept "keine Kompromisse" ein. Und es lässt sich nach Angaben von Henning Sieverts ausschließlich durch die Mieteinnahmen refinanzieren. Auf die Baukosten oben drauf kommt allerdings noch rund eine halbe Million Euro an Kosten für das im März 2012 gestoppte Vorgänger-Projekt. Sieverts: "Ich glaube, den Schritt hat hier im Ort jeder verstanden und gutgeheißen, da wir dadurch unterm Strich viel Geld gespart haben."

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