Bauvorhaben in Hörnum : Große Nachfrage bei neuen Hörnumer Holzhäusern

Wie diese bunten Holzhäuser sollen auch die neuen Häuser an der Rantumer Straße aussehen.
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Wie diese bunten Holzhäuser sollen auch die neuen Häuser an der Rantumer Straße aussehen.

An der Rantumer Straße sollen neue Holzhäuser entstehen. Die Nachfrage ist schon vor Fertigstellung der Planung sehr groß, bewerben kann man sich allerdings noch nicht.

shz.de von
17. Juli 2015, 05:46 Uhr

Die bunten Holzhäuser am Hörnumer Ortseingang sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch sehr beliebt bei ihren Bewohnern. Die Nachricht, dass an der Rantumer Straße weitere Häuser dieses Typs entstehen sollen, hat wohl auch deshalb bereits eine lebhafte Nachfrage ausgelöst. Doch noch kann man sich gar nicht für ein solches Haus oder eine Wohnung in einem Objekt bewerben, da die Ausschreibung dafür aussteht. Das Vergaberecht liegt dann bei der Gemeinde Hörnum.

In seiner letzten Sitzung hat der Planungs-Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde zunächst über die Bauweise, die Größe der Häuser und ihre Bauform entschieden. Auf der Grundlage von Planungsskizzen des beauftragten Projektentwicklers Bernd Diehle, der auch schon für die Entwicklung der bestehenden Hörnumer Holzhäuser Am Renning zuständig war, wurde auch darüber diskutiert, welche Größen die zukünftigen Häuser und Wohnungen haben sollten. Diehle favorisierte dabei auch Hausgrößen bis zu gut 150 Quadratmeter Wohnfläche. Ein Vorschlag, der schon deshalb von den Mitgliedern des Bauausschuss abgelehnt wurde, weil diese Größe zu insgesamt weniger Wohneinheiten auf dem 11  000 Quadratmeter großen Grundstück führen würde. Erklärter und beschlossener Wille der Gemeinde ist aber die Schaffung von 28 Wohneinheiten, von denen 14 Wohnungen (72 bis 85 m²) in die Vermietung, sechs Häuser (102 bis 135 m²) und weitere acht Wohnungen (72 - 85 m²) in den Verkauf gehen sollen. Die Grundstücke unterliegen der Erbpacht, die die Gemeinde erhebt. Mit dieser Aufteilung soll es einem breiten Interessenkreis möglich werden, Eigentum zu erwerben oder verhältnismäßig günstigen Wohnraum zu mieten. Mit dem Erbpachtvertrag bleiben die Grundstücke im Zugriff der Gemeinde, die mit diesem Projekt vorzugsweise junge Familien in den Ort ziehen beziehungsweise sie hier halten möchte.

Die Mieten sollen unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Die Preise für die Häuser liegen noch nicht genau fest, könnten aber bei dem größten Haustyp mit 135 Quadratmetern Nutzfläche knapp 400  000 Euro betragen. Ein Preis, der im Bauausschuss als zu hoch kritisiert wurde. Diehle versprach, ihn zu überprüfen, da sein ursprüngliches Angebot auch andere Preise für die Bauten vorsah. Nicht zuletzt mit Blick auf die Kosten stimmte der Bauausschuss nach einer Diskussion um die Frage, ob die Häuser mit einem Stein verblendet oder mit Holz verschalt werden sollen, für die Holzverkleidung. Nach den Erfahrungen mit den farbig gestrichenen Holzhäuser Am Renning, die alle fünf bis sechs Jahre einen kostenintensiven neuen Anstrich benötigen, entschied der Bauausschuss, dass die Neubauten mit witterungsbeständigen, aber farblosem Holz verkleidet werden sollen, das weiter keiner Pflege bedarf. Einigkeit bestand auch darin, dass die Häuser Pultdächer bekommen, die eine attraktive Raumhöhe und die Möglichkeit von Lichtbändern bieten. Da die Gesamtanlage immer drei Häuser in Riegeln anordnet, erhöhen die Lichtbänder gerade für die Mittelhäuser den Tageslichteinfall.

Am 4.August will die Gemeinde Hörnum im Rahmen einer Einwohnerversammlung das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen. Danach beginnt die Ausschreibung für die einzelnen Objekte und Mietwohnungen. Bernd Diehle hat zwar bereits eine lange Liste von Interessenten, die vorzugsweise ein Haus kaufen würden. Diese Liste hat allerdings keinen Einfluss auf die Vergabe, für die bestimmte Kriterien gelten sollen, die der Sozialausschuss der Gemeinde noch festlegen wird. 

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