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Schwimmsport auf Sylt : Große Mehrheit für neues Sportbecken in der Sylter Welle

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Gemeindevertretung Sylt will den insularen Schwimmsport in der Sylter Welle fortführen.

von
erstellt am 21.Feb.2014 | 18:04 Uhr

Lediglich die drei Vertreter des SSW verweigerten am Donnerstag in der Sylter Gemeindevertretung dem Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Lehr- und Sportschwimmbeckens in der Sylter Welle die Zustimmung. Alle anderen Fraktionen sprachen sich für die Erweiterung des Freizeitbades aus, indem das bisherige Außenbecken durch ein vorrangig dem Schul- und Vereinsschwimmen zur Verfügung stehendes 25-Meter-Becken ersetzt wird. Zudem wurde der Insel-Sylt Tourismus-Service (ISTS) beauftragt, als Varianten den Salz- wie auch den Süßwasserbetrieb sowie die Anforderungen der künftigen Nutzer zu prüfen und die Kosten zu ermitteln. Bislang geht der ISTS von rund 4,4 Millionen Euro für ein 1,8 Meter tiefes Salzwasserbecken mit Sprungturm aus. Für die Gemeinden würde dies jährliche Kosten zwischen 280 000 und 380 000 Euro bedeuten, gegenüber derzeit 200 000 Euro für die Lister Schwimmhalle.

Mit dem Grundsatzbeschluss zieht die Gemeinde Sylt einen vorläufigen Schlussstrich unter die im Mai 2013 begonnene Diskussion über die dauerhafte Sicherung des Sylter Schwimmsports. Damals war der Pachtvertrag für die ehemalige Marine-Schwimmhalle in List bis Ende 2014 verlängert worden. Vor dem Hintergrund der ungewissen Folgenutzung des gesamten Kasernengeländes wollten die Gemeinden verschiedene Alternativen prüfen. Nachdem der ISTS im September die Erweiterung der Sylter Welle ins Gespräch brachte, zeichnete sich schnell ab, dass die Gemeinde Sylt diese Lösung favorisiert. „Man hat den Listern keine Chance gegeben, ein Konzept vorzulegen, um ihre Halle zu erhalten“, nannte Klaus Jensen einen der Hauptkritikpunkte des SSW. „Mit diesem Alleingang stoßen wir den anderen Gemeinden vor den Kopf“, sagte sein Fraktionskollege Andreas Eck, der auch den aus Kostengründen favorisierten Salzwasserbetrieb bemängelte. „Die Vereine möchten Süßwasser, und in List haben sie es.“

Während die anderen Fraktionen das Thema einfach nur schnell vom Tisch haben wollten, schloss sich die SPD der Kritik in einem Punkt an. Gerd Nielsen: „Im Sinne der insularen Zusammenarbeit wäre es sinnvoll gewesen, ein externes Gutachten einzuholen.“ Auch die Einbindung der Vereine sei sehr spät erfolgt.

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