In der Westerländer Fussgängerzone : Gosch – der Abriss beginnt

Das Gosch-Eck zwischen Friedrichstraße und Boysenstraße in der Gegenwart...
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Das Gosch-Eck zwischen Friedrichstraße und Boysenstraße in der Gegenwart...

Sylter Unternehmen rechnet zu Ostern 2019 mit der Neueröffnung an der Friedrichstraße

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09. Januar 2018, 14:24 Uhr

Die erste Januar-Woche ist vorbei, der Großteil der Gäste abgereist – Zeit für viele Sylter Gastronomen, den Laden auf Vordermann zu bringen. Gosch in der Friedrichstraße wird gleich ganz abgerissen, das Areal an der Ecke Boysenstraße für ein Jahr zur Großbaustelle. Am Wochenende wurde nochmal richtig gefeiert – unter dem Motto „Alles zum halben Preis“. In den nächsten Tagen rückt das Abrissunternehmen an.

In der beliebten Kneipe sah es am Montag noch aus wie nach einer ausgelassenen Silvesterparty. „Wir hatten keine Lust mehr aufzuräumen“, erzählt Florian Gosch. Dazu ist in den nächsten Tagen noch genug Zeit. Außerdem müssen zunächst die Leitungen und Anschlüsse gekappt werden, damit dann die Abrissbagger anrollen können.

Das Westerländer Gosch-Eck besteht genau genommen aus vier Betrieben – links beginnend mit Gosch’s Kneipe (Friedrichstraße 15), dann das Schlemmer-Eck (Friedrichstraße 15a) und, mit der Front zur Boysenstraße, das Fisch-Bistro Anna Gosch (Friedrichstraße 15b) und schließlich am rechten Ende der Gosch-Markt (Boysenstraße 1). Das Schlemmer-Eck und das Fisch-Bistro werden dem Erdboden gleichgemacht, vom Henner-Krogh-Haus links, in dem Gosch’s Kneipe untergebracht war, werden nur noch die Außenmauern stehenbleiben.

Nach den Plänen des Westerländer Architekturbüros Schlums und Franzen entsteht an der Ecke inmitten der Fußgängerzone ein moderner Bau mit roten Ziegeln und viel Glas. Das Henner-Krogh-Haus wird um den bislang freiliegenden Innenhof dahinter erweitert. Im Innenraum ist alles aus einem Guss: Der überbaute Innenhof wird künftig für den Küchenbereich im Erdgeschoss und für den Sanitär- und Personalbereich im Obergeschoss genutzt. Die Kneipe soll weiterhin einen Platz im Erdgeschoss des Henner-Krogh-Hauses bekommen. Rechts schließen sich in den Neubauplänen ebenfalls das Schlemmer-Eck und das Bistro an. Neu ist, dass die Gäste künftig auch im Obergeschoss Platz nehmen können.

Florian Gosch rechnet mit zwölf bis 13 Monaten Bauzeit. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Neubau kurz vor Ostern 2019 eingeweiht werden. Ein Jahr lang kein Gosch in der Friedrichstraße – ein herber Einschnitt für den beliebten Fischhändler. „Es tut wirklich weh“, bestätigte Florian Gosch im Gespräch mit unserer Zeitung, „aber es gibt keine bessere Alternative.“ Ein etappenweiser Neubau hätte doppelt oder dreimal so lange gedauert und eine hohe Lärm- und Staubbelastung mit sich gebracht. Das Personal wird derweil in den Filialen an der Westerländer Promenade, in Wenningstedt und in List eingesetzt.

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