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Glückliche Sieger und ein großes Nachwuchstalent

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R n B gewinnen den 25. Henner-Krogh-Förderpreis / 13-jährige Christin Dürr begeistert Publikum und Jury

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erstellt am 11.Mär.2013 | 09:35 Uhr

Westerland | Musikalische Vielfalt, ein stolzer Rückblick, glückliche Gewinner, stehende Ovationen und ein großes Talent - die 25. Auflage des Henner-Krogh-Förderpreises hat all das gebotenen, was den Sylter Musikwettbewerb seit einem viertel Jahrhundert auszeichnet.

Nach gut vierstündigem Programm mit drei Solisten, zwei Duos und drei Bands als Wettbewerbsteilnehmer sowie zwei Special Acts hatte die siebenköpfige Jury um Michy Reincke und Jane Comerford die Qual der Wahl bei der Preisvergabe. Am Ende siegte die Bühnen- und Wettbewerbserfahrung gegen einen ungeschliffenen Diamanten. Als "R ’n’ B" gewannen Rosa Scheewe und Björn Hecht nach den Plätzen zwei und drei in den Vorjahren erstmals gemeinsam den Wettbewerb, konnten zuvor jedoch in unterschiedlichen Formationen drei Titel sowie vier Mal den seit 2002 vergebenen Reinhard-Mey-Sonderpreis verbuchen. Als Duo überzeugten sie nicht nur durch den virtuosen Einsatz eines halben Dutzends verschiedener Instrumente (Gitarren, Klavier, Querflöte, Cajon, Harfe), sondern auch ihre musikalische Vielfalt von der Pop-Ballade "I need you now" über Rockiges ("Sweet little Rock ’n’ Roller") bis zum Blödel-Song ("Ich muss aufs Klo").

Bei ihrer ersten Teilnahme gleich auf Platz zwei kam die jüngste Solistin in der Geschichte des Wettbewerbs, die erst 13-jährige Christin Dürr. So schüchtern und unscheinbar sie gleich als erste Teilnehmerin mit ihrer Gitarre auf der riesigen Bühne Platz nahm, so sehr beeindruckte sie Publikum und Jury mit ihrer Stimme und der einfühlsamen Interpretation der Songs "State of Grace" von Taylor Swift und Make you feel my love" von Adele. Als Ron Glauth, der dem Publikum via Live-Schaltung auf der großen Leinwand Eindrücke aus dem Backstage-Bereich lieferte sie später befragte, verkündete sie: "Ich würde gerne nochmal singen."

Dass der 1987 von Frauke und Henner Krogh sen. ins Leben gerufene und nach ihrem Tod durch ihre Stiftung weiterlebende Wettbewerb eine wahre "Schmiede musikalischer Talente" ist, belegte Bürgermeisterin Petra Reiber mit der Aufzählung etlicher Preisträger, die mittlerweile als Profis Musik machen. Wobei viele der Talente maßgeblich von den Musiklehrern Norbert Scheewe und Beate Salzig geformt wurden. Zähle man sämtliche Preisgelder sowie die von der Henner-Krogh-Stiftung vergebenen Fördermittel zusammen, sei bis heute fast eine dreiviertel Million Euro an Sylter Musiker geflossen.

Der Förderpreis als Aushängeschild des Krogh’schen Erbes präsentierte sich den über 600 Zuschauern deutlich aufgefrischt - vom Walk of Fame mit den Namen der bisherigen Sieger auf goldenen Sternen im Foyer über die Backstage-Einspielungen bis zu Gaststar Björn Paulsen (Finalist der TV-Castingshow X-Faktor). Mag es in der Vergangenheit auch musikalisch hochkarätigere Jahrgänge gegeben haben, so wurde dem Jubiläumspublikum im großen Saal des Congress-Centrums von den Bands Joker Katze King, T-Bone und The Recurrence, den Solisten Joana und KCee Caine und dem Duo Qube & Keen eine große Vielfalt von Country über Akustik-Pop bis hin zu Metall, Funk und Rap geboten. Und dazu deutschsprachige Texte zwischen Originalität, Witz, Poesie und Virtuosität.

Danke, Frauke und Henner Krogh.

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