Bahnverkehr nach Sylt : Gleisfehler: Züge fahren nur noch im Stundentakt

An den Bahnhöfen müssen sich die Fahrgäste auf Wartezeiten einstellen.
An den Bahnhöfen müssen sich die Fahrgäste auf Wartezeiten einstellen.

Bis zur Reparatur müssen Züge mit maximal 20 km/h über die Gleise rollen.

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25. Mai 2018, 18:11 Uhr

Neue Hiobsbotschaft von der Bahn: Bei Messfahrten sind zwischen Morsum (Sylt) und Bredstedt an acht Stellen Gleisschäden festgestellt worden. Besonders betroffen ist ein 500 Meter langer eingleisiger Abschnitt zwischen Lehnshallig und Klanxbüll auf dem nordfriesischen Festland. Die Konsequenz: Bis zur Reparatur müssen die Züge mit maximal 20 km/h über die Gleise rollen – damit gerät der Fahrplan aus den Fugen.

Gestern klagten Passagiere bereits über quälend lange Überfahrten zwischen Westerland und Niebüll, von bis zu zweieinhalb Stunden war die Rede. Mehrere Verbindungen fielen aus, darunter auch Autozüge.

Ein Ersatzkonzept ist in Vorbereitung, doch bereits am Sonnabend müssen sich die Fahrgäste auf geänderte Fahrzeiten einstellen, teilte DB-Sprecherin Sabine Brunkhorst mit. Die Fahrgäste müssen mit massiven Störungen rechnen – besonders ärgerlich angesichts der Pfingstrückreisewelle.

Der Regionalexpress 6 zwischen Hamburg-Altona und Westerland soll weiterhin im Stundentakt fahren. Die Verstärkerzüge zwischen Husum oder Niebüll und Westerland fallen jedoch aus. Die Fernzüge des „Syltshuttle Plus“ können auch mit Nahverkehrstickets genutzt werden.

Im Stundentakt fahren auch die Autozüge zwischen Niebüll und Sylt. Allerdings verzichtet der Anbieter RDC auf seine Trassen und macht Platz für die größeren Doppelstockwagen des DB Syltshuttles. Erstmalig akzeptiert die DB dafür sogar Fahrscheine des RDC-Konkurrenten.

Für Fahrgäste der blauen RDC-Autozüge ändert sich nichts, erläuterte RDC-Sprecherin Meike Quentin. Sie müssen keinen Aufpreis bezahlen, der Check-In erfolgt wie gewohnt auf Spur 1 (Westerland/Sylt) sowie den Spuren 9 und 10 (Niebüll).

DB-Sprecherin Sabine Brunkhorst hofft, dass die Reparatur in der nächsten Woche erledigt werden kann. Teilweise müssen nachts Schienen ausgewechselt werden, an anderen Abschnitten kommt eine Schienenfräse zum Einsatz. „Wir sind mit der Situation nicht zufrieden und setzen alles daran, die Beeinträchtigungen so schnell wie möglich abzustellen.“

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