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Henner-Krogh-Förderpreis : Gitarrist Ray Bohtz spielt englischsprachige Songs

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bevor sie am 19. März das Publikum auf der Insel anheizen, stellen wir die sechs Teilnehmer des Förderpreises vor. Los geht es heute mit Ray Bohtz, der mit seinen selbstgeschrieben Liedern das Publikum begeistern will.

Pierre Schneider aka „Ray Bohtz“ ist erst seit sieben Monaten auf der Insel. Er hat sich entschieden, für seine georgische, auf Sylt lebende Verlobte, aus dem tiefsten Schwabenland in den hohen Norden zu ziehen. Um seiner Partnerin ganz nah zu sein, schlägt er sich auf der Insel die Nächte um die Ohren: In einem Schwimmbad reinigt er von 23 Uhr bis um sieben Uhr morgens alles, was tagsüber nass oder schmutzig geworden ist. Dass muss Liebe sein.

Die Ankündigungen vom Henner-Krogh-Preis hat der 29-Jährige in Westerland gesehen. „Als ich las, dass es bereits die 28. Auflage ist, hatte ich zuerst Ehrfurcht und war mir nicht sicher, ob ich das richtige Format besitze“, sagt der bescheiden wirkende Musiker. Aber seine zukünftige Frau habe ihn dann doch ermuntern können, sich zu bewerben. „Ich bin schon gespannt darauf, wie meine Musik bei den Zuhörern ankommt.“

Mit dem musizieren hat er vor zehn Jahren angefangen, spielte erst auf der E-Gitarre Grunge und Rock. Bis er vor sieben Jahren seine Liebe zur akustischen Gitarre und dem Singer-Songwriter-Genre entdeckte. „Da kann ich meine lyrischen Ergüsse gut ausdrücken“, sagt Schneider.

Warum eigentlich Ray Bohtz? „Pierre Schneider macht nicht so viel her“, sagt der Musiker, der beim Wettbewerb ausschließlich eigene Kompositionen vortragen wird. „Ray ist der zweite Vorname von Johnny Cash. Und der erste von Ray Charles. Beides Künstler, die mich inspirieren“. Und Bohtz? Ist ein Schriftsteller aus dem 18. Jahrhundert und hat philosophische Schriften verfasst. „Sein Thema war die Komödie und die Tragik, genau das spiegeln auch die Texte meiner Songs wieder, ich mag den Widerspruch von Ernsthaftigkeit und Narretei“, sagt er. Sollte Bohtz, also Schneider, den Förderpreis gewinnen, hätte er schon Verwendung für das Preisgeld: „Ich würde mich musikalisch weiterbilden wollen, Klavierunterricht nehmen und weitere Instrumente wie Mandoline und Sitar lernen.“ Natürlich reizen ihn auch die 3  000 Euro aus dem Reinhard Mey-Topf „Aber ich kann keine deutschen Songs schreiben. Die Wörter mit den vielen Silben, die ich in meinen deutschen Gedichten verwende, sind leider unsingbar.“


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