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Landgericht Flensburg : Gescheiterte Bordellpläne auf Sylt – noch kein Urteil

vom

Es geht um Urkundenfälschung: Das Gericht in Flensburg muss über einen Anspruch auf Zahlung einer Mietsicherheit entscheiden.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2015 | 17:25 Uhr

Flensburg/Sylt | Die früheren Pläne für das Edel-Bordell in der Westerländer Strandstraße hatte heute ein juristisches Nachspiel. Vor dem Landgericht Flensburg trafen sich die Anwälte des Großbordell-Besitzers Jürgen Rudloff, der das Bordell  hatte eröffnen wollen, und die Vermieter-Gesellschaft des Appartementhauses Strandburg.

Die Vermieter klagen gegen den Bordellbetreiber auf Zahlung einer Mietsicherheit in Höhe von 245 000 Euro. Doch die Bordell-Betreiber geben unter anderem an, eine Unterschrift unter dem Mietvertrag für die Sylter Immobilie sei nicht echt. Außerdem sei ein Schreiben darüber, dass die entsprechende Fläche frei sei, an eine falsche Adresse gegangen.

Es habe sich um ein „Scheingeschäft“ gehandelt, sagte der Anwalt der Firma. Man habe sich auf „die blumigen Worte“ des inzwischen gestorbenen Vermieters Rolf Deyhle verlassen, dass die Gemeinde das Bordell wolle. Dieser habe viele Versprechen gemacht, sie aber nicht ernst gemeint. Nachdem auf der Insel bekannt worden ist, dass die Gemeinde und der Kreis das geplante Bordell genehmigt hatten, erlebten Rudloff und seine Partner heftigen Gegenwind.

Der Anwalt der Gesellschaft dagegen ging davon aus, dass seit Juni 2013 ein Mietvertrag besteht. Thematisiert wurde auch die Frage, inwieweit eine Baugenehmigung für den Vermieter auch dem Betreiber genutzt hätte, und ob der Betreiber selbst einen Bauantrag bekommen hätte. Zu einer Entscheidung kam es noch nicht. Ein neuer Termin steht noch aus.

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