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Sylter Rundschau

11. Dezember 2017 | 18:42 Uhr

Genuss-Insel Sylt – eine starke Marke

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 19:13 Uhr

Veranstaltungen wie das Sylter Wein & Genuss Festival, das kürzlich in Westerland stattfand, „stärken den Stellenwert Sylts als Genussinsel“, ist sich Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH, sicher. Sylt gilt als das kulinarische Mekka des Nordens. Zum einen aufgrund der zahlreichen, im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Restaurants. Allein zehn der begehrten Sterne des Guide Michelin leuchten derzeit am Sylter Firmament und sorgen damit für die größte Sternendichte in Deutschland. Synonym für Gastfreundschaft, kulinarische Kostbarkeiten und edle Weine ist außerdem die Sansibar in Rantum. Die Weinkarte des Kultrestaurants gehört mit über 1200 Positionen zu den Besten in der Republik, ebenso wie ihr uriger Weinkeller, dessen Katakomben 30 000 liquide Kostbarkeiten hüten. Zum anderen begeistert Sylt mit einer Vielzahl heimischer Erzeugnisse, die bei immer mehr Feinschmeckern auf und abseits der Insel kollektive Gaumenfreuden auslösen.
Mittlerweile gehört auch Wein zu den Erzeugnissen der Insel.

Auf zwei Weinanbauflächen in Keitum reift seit 2009 Deutschlands nördlichster Wein. In jenem Jahr hat das Rheingau-Weingut Balthasar Ress auf seiner 3000 Quadratmeter großen Fläche südlich von St. Severin 1600 Rebstöcke der Sorte Solaris und Rivaner angepflanzt. Die erste Weinernte konnte 2013 eingebracht werden. Da die Trauben aber nicht auf Sylt gepresst und vergoren wurden, ist der 2013er kein Schleswig-Holsteinischer Landwein, sondern ein „Deutscher Wein“.

200 Meter von der Ress’schen Anbaufläche entfernt, betreibt der Sylter Architekt Henning Lehmann gemeinsam mit Olaf Klein und Brigitta Quendler das nördlichste Weinbaugebiet Deutschlands. Den ökologisch produzierten Wein hat das Hobby-Winzerteam bisher vor allem an Freunde und Bekannte verteilt. Ganze siebzig Flaschen konnten sie im vergangenen Jahr gewinnen, bisher nur zum Eigenbedarf, aber das könnte sich in den kommenden Jahren vielleicht ändern.


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