Neue Pastorin auf Sylt : „Genau eine Stelle wie diese habe ich gesucht“

Am 1. März ist Dienstbeginn: Dr. Christiane Eilrich vor ihrer künftigen Wirkungsstätte, der Morsumer St. Martin-Kirche
Am 1. März ist Dienstbeginn: Dr. Christiane Eilrich vor ihrer künftigen Wirkungsstätte, der Morsumer St. Martin-Kirche

Am 1. März tritt Dr. Christiane Eilrich als Nachfolgerin von Ekkehard Schulz die Stelle als Morsums Pastorin an.

shz.de von
04. Januar 2018, 05:28 Uhr

Der Umzug steht noch vor der Tür und doch ist sie in ihrer neuen Heimat schon ein wenig angekommen. Noch schlendert sie inkognito durch die Straßen des Dorfes, doch in absehbarer Zeit wird sie in Morsum fast jeder kennen.

Am 1. März tritt Dr. Christiane Eilrich als Nachfolgerin von Ekkehard Schulz die Stelle als Morsums Pastorin an, doch war sie bereits mehrfach auf Stippvisite im östlichsten Inselort. Und die ersten Eindrücke haben sie darin bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Ich habe hier herzliche und offene Menschen erlebt und sehr sympathische Begegnungen gehabt, etwa mit den Mitgliedern des Kirchengemeinderats. Die schmucke Kirche mit ihrer persönlichen Atmosphäre hat es mir ebenso angetan wie das überschaubare, beschauliche Dorf.“

In Hamburg gebürtig, studierte Christiane Eilrich später in der Hansestadt sowie in Heidelberg evangelische Theologie und avancierte danach zur Theologischen Referentin des Hauptpastors an der St. Jakobi-Kirche zu Hamburg. Dem nachfolgenden Vikariat im Hamburger Umland schloss sich die Stelle als Gemeindepastorin des Stadtteils Bergedorf an, wo sie unter anderem die „Bergedorfer Tafel“ für Bedürftige mitbegründete. Acht Jahre später wechselte Christiane Eilrich an die Universität Jena, wo sie nicht nur als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete, sondern auch promovierte: „Die Figur Mariens aus evangelischer Sicht intensiv zu thematisieren, hatte mich schon länger gereizt.“ Als es Christiane Eilrich 2014 aus familiären Gründen wieder gen Norden zog, wurde sie Pastorin in der Hansestadt Lübeck.

Nun also führt sie der (Berufs-)Weg noch ein gutes Stück weiter nördlich. Eine einvernehmliche Entscheidung mit ihrem Ehemann, der just pensioniert wurde. Mit ihm verbrachte Christiane Eilrich, die die Insel seit Kindesbeinen kennt, schon einige Urlaube auf Sylt. „Genau eine Stelle wie diese in Morsum habe ich gesucht, wir freuen uns sehr auf die überschaubaren Strukturen.“ Und die wird die neue Pastorin, die ab 1. März in Amt und Würden ist und am 11. März zusammen mit dem Kirchengemeinderat den offiziellen Einführungsgottesdienst gestalten wird, Stück für Stück erkunden: „Ich freue mich auf viele Besuche bei den Gemeindemitgliedern, aber ebenso bei Institutionen wie den Morsumer Kulturfreunden oder der Feuerwehr“, konstatiert die 52-Jährige.

Ihre Sonntagspredigten verfasst Christiane Eilrich traditionell freitags „mit viel Muße“, denn „Bibeltexte zum Sprechen zu bringen und aktuelle Bezüge aufzuzeigen“ – das ist der Pastorin wichtig, deren präferierter Bibelvers sich im Römerbrief, Kapitel acht findet: „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ Im Gepäck hat sie auch einige Ideen für die Gemeindearbeit, „aber das möchte ich mit dem Kirchengemeinderat ganz in Ruhe besprechen. Das Kennenlernen der Menschen hat erst einmal Priorität.“

Wenn sich die Kirchentür oder die Bürotür im Pastorat nach getaner Arbeit hinter Dr. Christiane Eilrich schließt, dann frönt sie ihren Hobbys: „Ich koche sehr gerne und lese ebenso gerne Krimis“, schmunzelt die Wahl-Sylterin. Und wenn es hinaus an die frische Luft geht, dann dürfen die beiden treuen Begleiter des Ehepaars nicht fehlen, die über einen spanischen Tierschutz-Verein vermittelt wurden: „Die herrliche Natur und den Strand werden nicht nur wir, sondern auch unsere Hunde sicherlich sehr genießen.“ Und das hoffentlich dauerhaft – „ja, wir würden gerne langfristig in Morsum bleiben.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen