Demo auf Sylt : Gemeinsam gegen Fremdenhass, Angst und Intoleranz

In vielen deutschen Städten finden momentan Solidaritäts-Kundgebungen für die Flüchtlinge statt - heute auch auf Sylt.
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In vielen deutschen Städten finden momentan Solidaritäts-Kundgebungen für die Flüchtlinge statt - heute auch auf Sylt.

Am Montag findet ab 18 Uhr ein Schweigemarsch durch die Westerländer Innenstadt statt. Alle Sylter sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

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18. Januar 2015, 15:42 Uhr

„Sylt setzt Zeichen“ - unter diesem Motto wird es am Montag um 18 Uhr eine öffentliche Versammlung mit einem Schweigemarsch in der Westerländer Innenstadt geben. Die Demonstration soll ein Zeichen für Meinungs-, Glaubens- und Pressefreiheit sowie gegen Fremdenhass, Angst und Intoleranz setzen. Organisiert wird die Veranstaltung von dem Sylter Bernd Frühling, der sich mit großem Engagement für die Integration der auf der Insel lebenden Asylbewerber, Flüchtlingen und Migranten einsetzt und alle Sylter auffordert, an der friedlichen Veranstaltung teilzunehmen.

„Nachhaltige Integrationsarbeit und gelebte Toleranz soll Sylts Antwort auf Terror und Gewalt sein“, so Frühling, „wir wollen bei den Syltern das Bewusstsein wecken, dass Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten der Aufnahme in unsere Inselgesellschaft bedürfen.“ Frühling erhofft sich, mit dem Schweigmarsch auch Aufmerksamkeit für seine Schützlinge zu erregen: „Vielen Syltern ist die Problematik der Personen, die sich hier um ein gerechtes Leben in Freiheit und Sicherheit bewerben, noch gar nicht bewusst“, erklärt er.

Beginn der Veranstalung ist um 18 Uhr an der Wilhelmine. Um 18.10 Uhr startet der Schweigemarsch: „Wir wollen die Stimmung eines gewaltlosen, friedlichen, stillen Marsches auf uns wirken lassen und somit der Opfer von Krieg, Terror, Hass und Gewalt in den Heimatländern unserer Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten aber auch deren in den europäischen Brennpunkten gedenken“, so Frühling.

Der Weg soll die Demonstranten über Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Elisabethstraße und Strandstraße auf einem zirka 15-Minütigen Fußweg bis zum Rathausvorplatz bringen. Dort ist, nach aktuellem Stand, eine kurze Ansprache geplant. Das Ende der Veranstaltung ist für 18.40 Uhr vorgesehen, sodass auch Mitdemonstranten vom Festland die NOB um 18.52 noch erreichen können.

Auf die üblichen Kundgebungsmittel wie Lautsprecherwagen, Megaphone, Flugschriften, Flugblätter, Trommeln, Transparente, Fahnen soll bei dem Marsch ausdrücklich verzichtet werden. Dadurch erhofft sich der Veranstalter, das Interesse der Bürger zu wecken und sie zum Nachfragen und zum Helfen zu animieren: „Sylter Vereine und Organisationen aber auch viele Einzelpersonen machen schon sehr viel, wir können aber immernoch jede Hand gebrauchen“, sagt Frühling und schlägt vor, dass Sylter den Asylbewerbern, Flüchtlingen und Migranten, die Schlimmes erlebt haben, auch Zeit schenken könnten, indem sie sie kennenlernen und persönlich im Alltag begleite. Das könne ein gemeinsamer Arztbesuch, ein Behördengang aber auch ein einfacher Spaziergang oder eine Einladung zum Essen oder ein Spieleabend sein. „Schön wäre es, wenn Sylt als positives Beispiel mit Vorbildcharakter als eine ArtLeuchtturm der Willkommenskultur ins Land strahlt.“ Mehr Informationen gibt es unter www.berndfruehling.de.

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