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Wenningstedt : Gemeinde will Nadelöhr für Radler beseitigen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Gemeindevertretung hat über Lösungen zum Bau eines Fahrradweges auf der Südseite der Hauptstraße beraten. Der Vorschlag eines Zuhörers könnte viel Geld sparen.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2013 | 19:37 Uhr

Die Wenningstedter Hauptstraße ist zwischen Osterweg und Kampener Weg ein gefährliches Pflaster für Radfahrer. Auf dem Weg nach Kampen überqueren die Ausflügler, die mit dem Fahrrad aus Richtung Braderup oder Westerland kommen, die Hauptstraße direkt am Osterweg und nicht an der Ampelanlage. Denn an der Südseite der Hauptstraße fehlt ein Radweg und der Platz ist hier einfach zu eng für Fahrradfahrer und Fußgänger. In der jüngsten Sitzung der Wenningstedter Gemeindevertreter befassten sich diese jetzt mit der Problematik. Detlef Görke, Vorsitzender des Wegeausschusses, stellte eine mögliche Lösung vor. So könnte der Fußweg auf der Seite von Feinkost Meyer und Budnikowski um einen Meter verbreitert und damit für einen neuen Radweg Platz geschaffen werden. Da hierfür momentan aber nicht genug Platz zur Verfügung steht, müsste gleichzeitg der Fußweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite um einen Meter verschmalert werden. Praktisch würde also die Hauptstraße um einen Meter nach Norden verrückt werden. Kosten würde eine solche Aktion: rund 100 000 Euro.

Gleich mehrere Gemeindevertreter hielten die Lösung für zu teuer – zumal damit nur ein Teil des Problems gelöst sei. Denn einige Meter weiter nach Westen, auf Höhe des Fahrradverleihs, sei der Weg auf beiden Seiten zu schmal für die Einrichtung eines Radwegs. Hier argumentierte Bürgermeisterin Kathrin Fifeik, dass die Radfahrer von Westerland aus ohnehin über den Osterweg und nicht über die Westerlandstraße geleitet werden sollten.

Für die Kostenfrage hatte ein junger Mann aus dem Publikum eine Lösung parat, die von den Gemeindevertretern erfreut aufgenommen wurde: Er regte an, den Friesenwall vor dem Parkplatz von Budnikowski zu entfernen und den gewonnenen Platz für den Bau eines Radweges zu nutzen. „Das wäre doch viel billiger, als gleich die ganze Straße umzulegen“, so der Zuhörer. Die Gemeindevertreter beschlossen, den Antrag erst einmal zurückzustellen, um zu klären, ob der Friesenwall-Vorschlag machbar ist und wie die Besitzrechte dort sind.

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