Bauprojekte auf Sylt : Gemeinde Sylt will noch mehr Wohnungen für Insulaner bauen

Baustelle am Schulzentrum: Hier werden 32 Wohnungen entstehen.
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Baustelle am Schulzentrum: Hier werden 32 Wohnungen entstehen.

504 Wohnungen bis 2018: Die Gemeinde Sylt legt beim Wohnungsbau nach. Auch in Morsum soll nun gebaut werden.

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01. Juli 2015, 05:00 Uhr

Die Gemeinde Sylt legt noch ein paar Schaufeln drauf: Bis 2018 sollen 504 neue Wohnungen für Insulaner im Gemeindegebiet bezugsfertig sein. Viele der Bauprojekte wie auf dem Bastianplatz oder am Bahnweg laufen schon – zudem beschloss der Wohnungsbauausschuss in seiner Sitzung am Montagabend, dass sich das Kommunale Liegenschafts-Management (KLM) nun unter anderem mit der Bebauung des Morsumer Schulgrundstücks, dem Westerländer StoV-Gelände und weiteren Gebäuden auf dem Bastianplatz beschäftigen soll.

Holger Flessau (CDU) lobte zu Beginn der Sitzung die Fortschritte, die die Gemeinde in Sachen Wohnungsbau mache: „Es hat ein bisschen gedauert – aber nun sieht man, dass stetig weiter gebaut wird.“ Er bezog sich damit unter anderem auf die Baufortschritte am Bastianplatz, wo die Gemeinde seit einigen Wochen 60 neue Wohnungen baut, auf die Baustelle am Schulzentrum, wo begonnen wurde, Gebäude mit insgesamt 32 Wohnungen zu errichten oder auf das schon erkennbare Haus am Bahnweg, in dem insgesamt 27 Wohnungen entstehen sollen.

Auch wenn einige der Baustellen etwas hinter dem Zeitplan liegen würden, zeigte sich KLM-Leiter Marcus Kopplin zufrieden mit den Fortschritten und mit der Tatsache, dass bei den Ausschreibungen immer mehr Sylter Firmen für die Projekte gewonnen werden können: „Das zeigt auch,dass unsere Projekte auf der Insel ernst genommen werden.“

Mit dem Bund verhandelt KLM momentan darüber, ob das Gelände erworben werden kann, auf dem sich das TSV-Heim im Tinnumer Sjipwai befindet. Dann könnte dort ein neues Gebäude entstehen, in dem sowohl das Jugendzentrum, als auch der TSV untergebracht werden kann. Bisher verlaufen die Verhandlungen mit dem Bund recht positiv, sagte Kopplin – die Gemeinde könnte nun einen Sachverständigen einschalten, der den Verkehrswert des Gebäudes schätzt.

Mit dem Gelände der ehemaligen Morsumer Grundschule soll sich morgen der Morsumer Ortsbeirat auseinander setzen. Bis zu 38 Wohnungen in Reihenhäusern könnten dort entstehen – ob die Morsumer allerdings wirklich so viele Neubauten brauchen und wollen, wird sich noch zeigen.

Neben den 60 Wohnungen, die sich auf dem Bastianplatz momentan im Bau befinden, plant das KLM auch, für die Sylter Lebenshilfe ein Gebäude zu bauen. Darin sollen kleine 50-Quadratmeter-Wohnungen für Menschen entstehen, die lernen, eigenständig zu wohnen. Zudem wird darin eine Vier-Zimmer-WG errichtet, die aber gegebenenfalls auch als Einzelwohnungen zurückgebaut werden kann. KLM ist es wichtig, dass die Wohnungen theoretisch auch wieder in den normalen Bestand zurück gehen können, falls die Lebenshilfe das Gebäude aus irgendeinem Grund nicht mehr mieten möchte. Momentan wird mit der Lebenshilfe um ein Vermietmodell verhandelt, sagte Kopplin.

Auch das ehemalige StoV-Gelände am Bahnweg – dort, wo auf dem vorderen Teil die Inselverwaltung angesiedelt ist – könnten mindestens 130 Dauerwohnungen entstehen. Im Spätsommer soll mit den Planungen begonnen werden.

Zudem wird die Gemeinde in Tinnum zwölf Reihenhäuser bauen, in denen Landesbedienstete leben sollen. Dies ist Teil der Abmachung zum Förderweg Sylt mit dem Land Schleswig-Holstein.

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