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Kaufverträge : Gemeinde Sylt besitzt nun zwei Seniorenheime

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Diakonie und AWO haben ihre beiden Einrichtungen an die Gemeinde Sylt verkauft, die Johanniter werden neue Betreiber.

von
erstellt am 30.Sep.2015 | 05:01 Uhr

Jetzt sind die notariellen Kaufverträge unterschrieben: Die Gemeinde Sylt ist seit gestern in der für eine Kommune eher ungewöhnlichen Situation, dass sie Eigentümerin zweier Seniorenwohnanlagen ist. Nachdem das gemeindeeigene Kommunale Liegenschafts-Management (KLM) Anfang September das AWO-Seniorenheim am Wenningstedter Weg gekauft hatte, wurde gestern der notarielle Kaufvertrag für das Seniorenheim an der Steinmannstraße unterschrieben. Rund 11,1 Millionen Euro kostet der Erwerb der beiden Gebäude die Gemeinde, zudem muss sie noch 1,5 Millionen Euro in die Instandhaltung des Heimes an der Steinmannstraße stecken.

Die Gemeinde Sylt hatte sich zu dem Kauf der beiden Einrichtungen entschieden, nachdem bekannt wurde, dass ein privater Investor plante, die Seniorenheime zu kaufen und in einem der Häuser luxuriöse Seniorenwohnungen einzurichten (wir berichteten). Dadurch hätte die Gefahr bestanden, dass eine bezahlbare Unterbringung von Senioren auf Sylt erschwert würde. Betreiben wird die Gemeinde die beiden Senioreneinrichtungen aber nicht: Das werden künftig die Johanniter übernehmen.

Eigentlich hätte der Kauf der beiden Seniorenheime durch die Gemeinde schon im April über die Bühne gehen sollen. Warum es doch deutlich länger gedauert hat, deutete KLM-Leiter Marcus Kopplin im Wohnungsbauausschuss an: „Der Kauf zweier Seniorenheime, die damit verbundene Betriebsübergabe und die Verhandlungen mit insgesamt vier Partnern – das hat eine Komplexität im Vertragswesen, wie ich sie selbst auch noch nicht erlebt habe.“ Über die Konzepte für die beiden Einrichtungen soll Anfang kommender Woche in einer Pressekonferenz informiert werden. Den Bewohnern der Heime und deren Angehörigen werden auf gesonderten Veranstaltungen über die Pläne berichtet. Klar ist: In der Wenningstedter Straße wird vollstationäre Pflege angeboten, für die Steinmannstraße sind ambulante Wohn-Pflege-Gruppen, Tagespflege und Seniorenwohnungen geplant.

Dass sich bei den Bewohnern und ihren Angehörigen in den vergangenen Monaten Unsicherheit darüber breit gemacht hat, wie es mit den Einrichtungen weitergeht, dafür hat Marcus Kopplin Verständnis: „Wir hätten gern anders kommuniziert – doch angesichts der komplexen Verhandlungen war die Lage einfach lange recht unklar.“ Mit den Verkäufern der Steinmannstraße, der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie, und den Johannitern als neue Betreiber zeigte sich Kopplin einig, dass die nun erreichte Lösung für Sylt unter den gegebenen Umständen die beste sei.

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