zur Navigation springen

Lanserhof auf Sylt : Gemeinde List sieht Pläne für eine Gesundheitsklinik positiv

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Gemeinde List fällt einen positiven Grundsatzbeschluss zu den Plänen, einen Lanserhof im Inselnorden zu bauen.

von
erstellt am 06.Okt.2015 | 05:09 Uhr

Mit „voller Kraft“ wird die Gemeinde List den Bau eines Medical Spas auf dem Gelände des ehemaligen Offiziersheims unterstützen. Diesen Grundsatzbeschluss trafen die Lister Gemeindevertreter einstimmig auf ihrer jüngsten Sitzung.

Dort stelle Christian Harisch, Geschäftsführer der Lanserhof GmbH, die das Gelände vom Bund erworben hat, die Pläne für das Grundstück in bester Wattlage vor. Zusammengefasst handelt es sich bei ihnen um eine exklusive „Gesundheitsklinik“, in der die Gäste zum einen diätisch, zum anderen medizinisch beraten werden sollen. Solch eine Klinik betreibt die Lanserhof GmbH unter anderem schon am Tegernsee.

Der Plan eines Lanserhofes in List gefällt den dortigen Gemeindevertretern: „Das Projekt wäre nicht nur für die Gemeinde List, sondern auch für die gesamte Insel Sylt und die Tourisdmusdestination Nordfriesland ein großer Gewinn“, heißt es in dem Grundsatzbeschluss. Zudem entsprächen die Pläne den Zielen des Landesentwicklungsplans, durch die der Tourismus in Schleswig-Holstein gestärkt werden soll. „Wir sind sehr, sehr glücklich über das Vertrauen, dass uns die Gemeinde List mit diesem einstimmig gefassten Beschluss entgegen bringt“, sagte Lanserhof-Chef Harisch gegenüber unserer Zeitung, „diesem Vertrauen wollen wir auch gerecht werden.“


Was ist geplant?


Die neue Klinik mit rund 60 Zimmern soll auf dem Bereich des jetzigen Hauses „Eider“ gebaut werden (siehe Foto). „Die Gemeinde hat keine Bedenken gegen eine deutliche Vergrößerung des Baukörpers, die für die Unterbringung des klinischen Bereiches zwingend erforderlich ist“, heißt es dazu aus List. Das eigentliche Offiziersheim auf der Düne könnte als Verwaltungs- und Repräsentationsfläche dienen. Die drei ehemaligen Mannschaftsgebäude „Ems“, „Weser“ und „Elbe“ sollen nach Wunsch der neuen Eigentümer eventuell abgerissen und im gleichen Stil neu gebaut werden. Harisch könnte sich in diesen drei Gebäuden hochwertige Ferienvermietung vorstellen (wir berichteten). Zudem soll in diesem Areal ein weiteres Gebäude errichtet werden, „für ambulante medizinische Einrichtungen des Lanserhofs samt Suiten mit erhöhten Sicherheitsanforderungen“, so die Planungen.

In ihrem Grundsatzbeschluss signalisiert die Gemeinde List, auch diesen Plänen ihr Einvernehmen zu erteilen. Um Eingriffe in die Biotope auszugleichen, könnte sich die Gemeinde vorstellen, dass die Lanserhof GmbH dafür den ehemaligen Schießstand am Ortseingang abreißt und dort Ausgleichsflächen schafft. „Damit wäre dieser Missstand weg und wir hätten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“ erläutert Bürgermeister Ronald Benck.

Ob, wann und wie all diese Pläne umgesetzt werden können, ist allerdings noch unklar: Jetzt muss die Lanserhof GmbH sich mit den zuständigen Behörden auseinander setzen – vor allem in Sachen Naturschutz könnten die geplanten Bauten schwer vermittelbar werden.

Noch aber hoffen Harisch und seine Mitarbeiter, mit dem Bau des Lanserhofs List bereits im kommenden Jahr zu beginnen und die Klinik 2018 eröffnen zu können. Zudem sei er auch jetzt schon auf der Suche nach Mitarbeitern, betont Harisch, inklusive Teilzeitkräfte sollen 120 Menschen im neuen Lanserhof beschäftigt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen