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Landwirtschaftsschulen : Geld für Wölfe - aber nicht für Schüler

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Landwirtschaftsschulen weisen junge Menschen ab - für die Ausbildung fehlen 120.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 09:35 Uhr

Kiel | Der Vorwurf ist hart: Während bundesweit der Fachkräftemangel beklagt wird, schlägt das Land Schleswig-Holstein dem ausbildungswilligen Nachwuchs die Tür vor der Nase zu. Das behauptet zumindest CDU-Fraktionschef Johannes Callsen und beruft sich auf Äußerungen des Landwirtschaftsministeriums, wonach etliche Schüler an Landwirtschaftschulen im Norden abgewiesen werden. So bekommen zum Beispiel an der landwirtschaftlichen Fachschule in Bad Segeberg 18 Schüler für das Schuljahr 2013/14 keinen Platz. In Bredstedt wurden zehn Schüler abgewiesen. Die offizielle Begründung des zuständigen Ministeriums: "Das Land müsste dafür zusätzlich Mittel in Höhe von rund 120.000 Euro bereitstellen, die vor dem Hintergrund der notwendigen Haushaltskonsolidierung nicht zur Verfügung stehen".
Aus Sicht der Opposition widerspricht das klar dem Postulat der Küstenkoalition, dass Bildung erste Priorität habe. Für Callsen ist die Entscheidung "ein gezielter Raubbau an der Zukunft unseres Landes". Zumal das Ministerium für andere, höchst umstrittene Projekte wie zum Beispiel den Ökopark des Kieler Ex-Umweltministers Berndt Heydemann Geld habe. 130.000 Euro wurde für die Begutachtung des Professorenprojektes im Rahmen eine Machbarkeitsstudie locker gemacht. Auch für "35 Betreuer von Phantomwölfen" gebe das Land 100.000 Euro aus, erinnerte Callsen. Darin sieht er einen klaren Beleg dafür, dass die " Landesregierung mit ihrer Finanzpolitik die völlig falschen Schwerpunkte setzt" und Wahlgeschenke an ihre Klientel verteile. Landwirtschaftsschüler gehörten offenbar nicht dazu.

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