Mitmach-Aktion : Gegen invasive Cranberries in den Sylter Dünen

Bei der Aktion gesammelte Cranberrys können mitgenommen werden.
Bei der Aktion gesammelte Cranberrys können mitgenommen werden.

Die Schutzstation Wattenmeer startet eine Mitmachaktion, um die Cranberries per Hand aus den Dünentälern zu zupfen.

Avatar_shz von
10. Oktober 2018, 14:01 Uhr

In großem Stil angebaut werden Cranberries eigentlich an der Ostküste Nordamerikas. Seit einigen Jahren überwuchert die Großfrüchtige Moosbeere, wie sie auf Deutsch heißt, nun die Bodenvegetation in Sylter Schutzgebieten.

Die Schutzstation Wattenmeer startet auch in diesem Herbst wieder eine Mitmachaktion, um die Cranberries per Hand aus den Dünentälern zu zupfen. „2015 haben wir mit der Genehmigung des Kreises ein Pilotprojekt begonnen, um mit Hilfe von Freiwilligen die Pflanzen zu entfernen“, berichtet Dennis Schaper, Stationsleiter der Schutzstation Wattenmeer auf Sylt.

Bei dem Vorhaben gehe es nicht nur darum, Mittlerem Sonnentau und Zwergbinsen im nächsten Jahr wieder bessere Wachstumschancen zu geben. „Wir wollen auch erproben, ob wir mit dieser Methode die Cranberries dauerhaft aus dem Gebiet entfernen können“, erläutert der Stationsleiter. Die Chancen stehen nach dem heißen Sommer nicht schlecht. „Auf der Fläche sind deutlich weniger Großfrüchtige Moosbeeren als in den vergangenen Jahren zu sehen“, sagt Schaper. Mit Neoprenhandschuhen gegen Nässe geschützt geht es raus in die Dünen auf der Suche nach den Pflanzen. Insgesamt sind fünf Arbeitseinsätze im Oktober und November geplant. „Jeder ist herzlich zur Mithilfe eingeladen“, sagt Schaper und wirbt mit einem angenehmen Nebeneffekt: Die bei der Aktion gesammelten Beeren können fürs eigene Müsli mitgenommen werden.

Termine für die Cranberry-Aktionen: Jeweils Sonnabend: 13. Oktober und 20. Oktober um 14 Uhr, 27. Oktober um 14.30 Uhr, 3. November um 11.30Uhr und 10. November um 11 Uhr. Treffpunkt: Bushaltestelle Hörnum Nord. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; bitte Gummistiefel und warme Kleidung mitbringen; Handschuhe werden gestellt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen