Hörnum : Gegen den Verkauf des Schulgeländes

Wollen das  einstiger Schulgelände für den Ort erhalten: die Hörnumerinnen Sylvia Dehn, Birgit Roscher und Maike Hauschildt. Foto: riederer
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Wollen das einstiger Schulgelände für den Ort erhalten: die Hörnumerinnen Sylvia Dehn, Birgit Roscher und Maike Hauschildt. Foto: riederer

Drei Hörnumerinnen haben ein Bürgerbegehren gestartet, damit das 9 000-Quadratmeter-Areal auf keinen Fall verkauft wird

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16. August 2011, 07:27 Uhr

Hörnum | Mit einem offiziellen Bürgerbegehren wollen drei Hörnumerinnen einen möglichen Verkauf der ehemaligen Grundschule verhindern. Seit vergangenem Donnerstag haben Birgit Roscher, Maike Hauschildt und Sylvia Dehn mehr als 150 Unterschriften von Hörnumern gesammelt, die sich dafür aussprechen, dass das Schulgrundstück mitsamt Gebäude im Eigentum der Gemeinde Hörnum bleiben soll. Das sind bereits doppelt so viele wie erforderlich, damit die Gemeindevertretung über das Begehren entscheidet.

Während sich viele Bürgerbegehren gegen bereits gefasste Gemeinderatsbeschlüsse wenden, wollen die Initiatoren in Hörnum erst gar keine Verkaufsdiskussion über das seit Juli leer stehende Schulgebäude aufkommen lassen. "Wir haben das Begehren bewusst gestartet, bevor es eine anders lautende Entscheidung geben könnte", erklärte Sylvia Dehn gegenüber der Sylter Rundschau. Hintergrund ist eine Aussage von Bürgermeister Rolf Speth auf der letzten Gemeindevertretersitzung, wonach es passieren könne, dass die Gemeinde das Schulgelände verkaufen müsse, um den Hafen vom Bund kaufen zu können (wir berichteten).

Speth, der zu seiner Aussage steht, hält das Bürgerbegehren von der Sache her für "völlig in Ordnung". Er findet jedoch, dass es zu früh initiiert wurde. "Wenn man das Schulgelände erhalten will, muss man doch auch die Konsequenzen kennen. Und im Moment wissen wir noch gar nicht, wie viel Geld die Gemeinde benötigen würde, um zu verhindern, dass im Hafen etwas passiert, was wir nicht wollen. Wenn es Überlegungen zum Verkauf der Schule geben sollte, dann nur, weil uns der Bund dazu zwingt." Auf jeden Fall würden die Bürger darüber jedoch frühzeitig informiert und an der Entscheidung beteiligt, so der Bürgermeister.

Den drei Initiatorinnen geht es vor allem darum, auch künftig über das attraktiv gelegene, 9 000 Quadratmeter große Areal auf der Düne über dem Hafen frei entscheiden zu können. Als eines der letzten gemeindeeigenen Grundstücke biete es "ideale Möglichkeiten, um dort etwas zum Nutzen des Ortes zu entwickeln", findet Dehn. Neben dem Erhalt der nicht zuletzt vom örtlichen Sportverein dringend benötigten Sporthalle wird im Bürgerbegehren auch die Errichtung von bezahlbarem Wohnraum durch die öffentliche Hand angeregt. Sollte es zu einem Bürgerentscheid kommen und sich die Hörnumer dort für den Erhalt des Schulgeländes aussprechen, dürfte die Gemeindevertretung zwei Jahre lang nicht erneut über das Thema beraten.

Die Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren liegen noch bis Donnerstag im "Edeka"-Markt aus.

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