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Sylter Rundschau

19. August 2017 | 06:02 Uhr

Gefährlich! Der Riesen- Bärenklau

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Pflanzen-Standorte sollten gemeldet werden

Imposant sehen sie aus, die Pflanzen, die jetzt wieder an etlichen Stellen auf Sylt sprießen. Zwei bis vier Meter hoch kann die Herkulesstaude oder auch Riesen-Bärenklau genannt werden – gut erkennbar an den gefiederten Blättern und den weißen bis zu einem Durchmesser von 50 Zentimeter großen Blütendolden.

Die zwar recht attraktive Herkulesstaude ist jedoch für den Menschen nicht ungefährlich, heißt es in einer Pressemitteilung des Landschaftszweckverbandes. Auf die Haut gelangter Pflanzensaft kann bei anschließender Sonnenbestrahlung zu schwerwiegenden Verbrennungen und Entzündungen führen. Auch auf Sylt ist es schon zu ernsthaften Verletzungen von Kindern, die mit Pflanzenteilen spielten, gekommen. Deshalb rät der Sylter Umweltschutzbeauftragte Diplom-Biologe Norbert Grimm, die Stauden rigoros zu entfernen.

Auch ökologisch bereitet die nicht heimische Pflanze Probleme, da sie, eingeführt aus dem Kaukasus zur Zierde oder als Bienenweide in Parks und Gärten gepflanzt, sich zunehmend ausbreitet und die heimischen Pflanzen verdrängt.

Wer die Herkulesstaude irgendwo entdeckt, kann sich beim Landschaftszweckverband melden, Ansprechpartner ist Hauke Hansen, Tel. 04651-851450, E-Mail: hauke.hansen@gemeinde-sylt.de. „Erhalten wir eine Meldung über Bärenklau auf nicht gemeindeeigenen Flächen, werden (wenn möglich) Fotos gemacht und der Eigentümer angeschrieben. Es wird bei allen Eigentümern das gleiche Verfahren angewendet“, erklärt Hauke Hansen. Es gebe ein vorgefertigtes Anschreiben, das an die jeweiligen Eigentümer rausgeschickt werde. Neben Erklärungen was die Herkulesstaude eigentlich ist und welche Gefahr von ihr ausgeht, wird darum gebeten, „im Interesse der Öffentlichkeit (...) die Stauden rigoros zu entfernen.“ Im Umweltausschuss war nachgefragt worden, was denn mit Herkulesstauden auf Grundstücken passiere, die in Landes- oder Bundesbesitz sind. „Im letzten Jahr haben wir keine Rückmeldung von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erhalten. In diesem Jahr haben wir einen konkreten Ansprechpartner.“ Das Schreiben sei am 6. Mai rausgegangen, bisher sei noch keine Antwort eingegangen.




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erstellt am 08.Mai.2014 | 12:07 Uhr

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