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Bundeswehr protestiert : Gefährden Surfkurse auf Sylt die Landesverteidigung?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das Areal am beliebten Surfstrand K4 auf Sylt gehört der Bundeswehr. Die mokiert sich jetzt über den Bauwagen einer Surfschule. Gefährdet der womöglich die Landesverteidigung?

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Hörnum | Die Surfschule, die Angelo Schmitt am Strandabschnitt K4 in Hörnum betreibt, soll weg. Zumindest liest sich so auf den ersten Blick ein Schreiben, das das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Husum (BwDLZ) vor kurzem an Hörnums Bürgermeister Rolf Speth geschickt hat. Dort heißt es, bei einer Ortsbegehung habe man festgestellt, dass mit Genehmigung der Gemeinde Hörnum auf dem Areal des Bundes eine Surfschule betrieben würde. Da das Flurstück „ausschließlich Zwecken der Landesverteidigung“ dienen dürfe und „Handel und Gewerbe Dritter auf Liegendschaften der Bundeswehr grundsätzlich verboten“ seien, fordert das BwDLZ die Gemeinde auf, die Genehmigung zum Betrieb der Surfschule umgehend zu widerrufen und den Schulungsbetrieb einzustellen.

Diese Forderung bezeichnete Bürgermeister Speth auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung als „völlig abwegig“. Der Strand unterliege der Konzession der Gemeinde und deshalb könne diese auch darüber entscheiden.

Auf Nachfrage der Sylter Rundschau stellte sich jetzt allerdings heraus, dass das BwDLZ überhaupt nichts gegen den Surfunterricht am Strand einzuwenden hat. Ihm gehe es um einen Bauwagen, den Schmitt dort abgestellt habe und der damit auf dem Gelände der Bundeswehr stehe, das vom Parkplatz bis zum Strand reiche. Auf Anfrage erklärte Speth, von dem Bauwagen nichts gewusst zu haben. Nun will er sich dafür einsetzen, das Gelände der Bundeswehr räumen zu lassen. „Auch wenn ich nicht verstehe, warum die Bundeswehr durch den Wagen eingeschränkt werden sollte.“

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