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Einigung der Sylter Gemeinden : Gebührenstreit ist beigelegt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Seit fünf Jahren übernimmt die Gemeinde Sylt auch die Verwaltungsaufgaben für die übrigen Inselgemeinden. Nach langem Streit hat man sich jetzt auf eine Geschäftsführungsgebühr geeinigt.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 15:00 Uhr

Mit der Unterzeichnung des Geschäftsführungsvertrages zwischen der Gemeinde Sylt und den Sylter Amtsgemeinden legten Bürgermeisterin Petra Reiber und Amtsvorsteher Rolf Speth gestern auch offiziell die Unstimmigkeiten über die Höhe der Geschäftsführungsgebühr bei. Seit 2011 waren sich die Kommunen über die Höhe der anfallenden Verwaltungskosten nicht einig gewesen.

„Im Wesentlichen ist es beim ursprünglichen Betrag geblieben, sagte Reiber gestern im Westerländer Rathaus. Die Kosten für die Übernahme von Verwaltungsleistungen für die vier Amtsgemeinden durch die Gemeinde Sylt liegen demnach ab jetzt bei rund 1,2 Millionen Euro pro Jahr. Die Geschäftsführungsgebühr war im Juli 2011 wegen zwei abweichenden Gutachten zum Thema zwischen der Gemeinde Sylt und den amtsangehörigen Gemeinden geworden. Die Beratungsfirma Krups war damals zu dem Schluss gekommen, dass List, Hörnum, Kampen und Wenningstedt-Braderup rund 877 000 Euro zu wenig an die Gemeinde Sylt abführen würden. Daraufhin gaben die vier Gemeinden ebenfalls ein Gutachten in Auftrag, das die ursprünglichen Geschäftsführungsgebühren im Gegenzug als um etwa 400 000 Euro zu teuer darstellte.

„Nachdem wir uns die beiden Gutachten gemeinsam angesehen haben, kamen uns Zweifel an der Berechnung von Krups“, erinnert sich Retra Reiber. Kurz darauf hätten die Berater ihre Kalkulation korrigiert.

Von den jetzigen 1,2 Millionen Euro, die die Amtsgemeinden der Gemeinde Sylt für die Übernahme von Verwaltungsaufgaben zahlen, fließt mit 870 000 Euro der größte Posten in die Deckung von Personalkosten. Rund 326 000 werden für Sachkosten aufgewendet.

Sollte die Gemeinde Hörnum ihre Planungsleistungen wie angekündigt zukünftig statt vom Kommunalen Liegenschafts-Management (KLM) vom Kreis bearbeiten lassen, so würden die Gebühren voraussichtlich noch um 115 000 Euro sinken.

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