Bürgermeisterwahl auf Sylt : Gabriele Paulis mögliche Kandidatur auf Sylt sorgt für Schlagzeilen

Gabriele Pauli
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Gabriele Pauli

Auf Gabriele Paulis mögliche Kandidatur als Sylter Bürgermeisterin reagierten Medien in ganz Deutschland.

shz.de von
03. Juni 2014, 06:00 Uhr

Nachdem unsere Zeitung über Gabriele Paulis mögliche Bewerbung als Bürgermeisterin auf Sylt berichtet hatte, stürzten sich viele andere Zeitungen und Zeitschriften auf das Thema. Von der „Bild“ über „Focus“ und „Welt“ bis zur „Süddeutschen“ ließ keiner das Thema aus. Hier einige Zitate aus den Berichten der Kollegen.

Die „Bild“ schrieb: Ist Gabriele Pauli mit 56 Jahren reif für die Insel? Kein Seemannsgarn!

Die ehemalige bayerische CSU-Landrätin des Landkreises Fürth, die als Partei-Rebellin und Stoiber-Kritikerin bundesweit für Schlagzeilen sorgte, ist als Kandidatin für das Amt der Sylter Bürgermeisterin im Gespräch!​ Laut einem Bericht der „Sylter Rundschau“ wird die inzwischen parteilose Pauli als Nachfolgerin von Petra Reiber (55) gehandelt, deren Posten am 14. Dezember neu zur Wahl steht.

Was ist dran an den Insel-Gerüchten? Bild erreichte Gabriele Pauli auf dem Handy in Amsterdam, wo sie gerade Urlaub macht.

Pauli: „Ja, es stimmt. Ich wurde von Sylter Bürgern angesprochen. Konkret ist aber noch nichts. Demnächst reise ich auf die Insel, um vor Ort Gespräche zu führen.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ meinte:

Natürlich interessieren wir uns in dieser Kolumne auch immer für die Sorgen und Nöte unserer norddeutschen Freunde. Trotzdem mag es ungewöhnlich erscheinen, wenn wir hier vermelden, dass die Gemeinde Sylt derzeit auf der Suche nach einem neuen Bürgermeister ist. Die Sylter Gemeindevertretung hat 6 000 Euro bewilligt, um in überregionalen Zeitungen per Anzeige nach geeigneten Kandidaten für die im Dezember stattfindende Bürgermeisterwahl zu suchen. „Auswahl ist immer gut“, sagte der Sylter CSU-Ortsvorsitzende Oliver Ewald der „Sylter Rundschau“ zufolge, und wichtig seien dabei „eine interessante Biografie, Lebenserfahrung, und die Fähigkeit, Perspektiven aufzuzeigen“.

Kein Wunder, dass bei dieser Jobbeschreibung dem einen oder anderen Sylter – und jetzt kommt Bayern ins Spiel – spontan Gabriele Pauli eingefallen ist. Frau Pauli ist jetzt 56, und über eine interessante Biografie und Lebenserfahrung verfügt sie allemal. 18 Jahre Landrätin in Fürth, CSU-Vorstandsmitglied, Einzelkämpferin gegen den scheinbar unbesiegbaren Edmund Stoiber, (der bald darauf das Handtuch warf), Parteigründerin, Landtagsabgeordnete ... Sie kann Motorrad fahren, sie hat schon mal als Model posiert. Perspektiven aufzeigen? Unvergessen ist ihr Einsatz für die zeitlich befristete Ehe. Die Sylter sind da bestimmt nicht so pingelig wie einstmals die CSU. Auf Sylt ist jedenfalls nachts mehr los als in München, da würde niemand in Ohnmacht fallen wegen ein paar Latexhandschuhen.

Und „Die Welt“ wundert sich auch nicht, dass Frau Pauli sich für Sylt interessiert.

Lange nichts gehört vom CSU-Schreck Gabriele Pauli! Die einstige Fürther Landrätin, die 2007 Edmund Stoibers Ende als Ministerpräsident Bayerns einleitete, vagabundierte anschließend durch mehrere Parteien, bis sie sich vor wenigen Jahren in den einstweiligen politischen Ruhestand verabschiedete. Doch nun droht sie mit der Rückkehr in die Berufswelt: Pauli liebäugelt mit dem Gedanken, Bürgermeisterin von Sylt zu werden.

Die Friesen, sonst reaktionsschnell wie Wanderdünen, dürften sich jetzt schon nach ihr sehnen. So sehr wie nach der nächsten Sturmflut.

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