Altliga Cup am Sonnabend : Fußball mit einem Lächeln im Gesicht

Beim Sylter Bank Altliga Cup spielen die Mannschaften auf Kleinfeldern, die Zuschauer können am Spielfeldrand anfeuern.
Beim Sylter Bank Altliga Cup spielen die Mannschaften auf Kleinfeldern, die Zuschauer können am Spielfeldrand anfeuern.

Im Interview spricht Altliga Cup-Initiator Uwe Glindmeier über Highlights, einen Rekord und die „Glocke der Glückseligkeit“.

shz.de von
13. Juni 2018, 05:30 Uhr

Es ist Norddeutschlands größtes Fußballturnier: Am kommenden Sonnabend, 16. Juni, starten beim Altliga Cup im Sportzentrum Sylt-Ost 40 Mannschaften – so viele wie noch nie. Zuschauer sind willkommen, der Eintritt ist frei und es gibt Verpflegung zu „Sportlerpreisen“. Worauf es bei einer solchen Veranstaltung ankommt, berichtet Initiator Uwe Glindmeier im Interview:

Herr Glindmeier, jetzt sind es nur noch drei Tage bis zum Turniertag. Ist noch viel zu tun?
Die meiste Arbeit liegt natürlich schon hinter uns. Jetzt geht es darum, das Gelände „aufzuhübschen“. Aber wir werden es dank der Helfer der Feuerwehr Tinnum und den Platzwarten schaffen, dass bis Freitagabend alles fertig ist. Und trotz der vielen Arbeit: An diesem Tag bekommen wir so viel mehr an positiver Resonanz zurück, als wir investiert haben.

In diesem Jahr gibt es einen neuen Rekord...
Ja, denn insgesamt sind 40 Mannschaften dabei, so viele wie noch nie. 30 Mannschaften kommen aus Schleswig-Holstein, drei von Sylt. Ein Team kommt sogar aus Bayern und eines aus Baden-Württemberg. Beide legen über 1000 Kilometer zurück, um dabei zu sein.

So viele teilnehmende Mannschaften sind für ein Fußballturnier eine enorme Erfolgsgeschichte...
2010 haben wir mit zwölf Mannschaften angefangen. Die kamen von Sylt und vom nahen Festland. Das kam so gut an, dass alle wiederkommen wollten. Und weil Fußballer mit Fußballern reden war die Mundpropaganda schließlich so groß, dass wir immer weiter gewachsen sind. Jetzt sind es schon 40 Teams, damit ist jetzt aber wirklich das Maximum erreicht.

Wieso ist gerade dieses Turnier bei den Sportlern so beliebt?

Einmal liegt das natürlich an Sylt. Einige Mannschaften reisen schon am Donnerstag an und erst am Montag oder Dienstag wieder ab. Die nehmen Kind und Kegel mit und verbringen hier ein paar schöne Tage. Der Erfolg liegt aber in der Veranstaltung selbst: Das Sportliche steht im Vordergrund, aber der Spaß steht dem in nichts nach. Jeder hat mit jedem immer ein Gesprächsthema, da alle Anwesenden eines eint: das Hobby Fußball. Und die Teams mischen sich wirklich durcheinander, es ist immer eine Freude, das zu sehen.

Stolze Organisatoren: Die Altliga von Tinnum 66.
Foto: sr
Stolze Organisatoren: Die Altliga von Tinnum 66.


Wie läuft der Tag für Spieler und Zuschauer ab?
Die Mannschaften, die schon auf der Insel sind, werden morgens mit sieben Shuttlebussen aus ihren Unterkünften abgeholt. Die Spieler, die am Turniertag mit der Bahn anreisen, werden vom Bahnhof von vier SVG-Bussen zum Sportzentrum gefahren. Wenn dann um 10 Uhr alle auf dem Platz sind, werden es insgesamt 550 Sportler sein. Um 11 Uhr ist auf allen sechs Feldern gleichzeitig Anpfiff durch den Präsidenten der Altliga, Uwe Ferchow. Um 16.15 Uhr sind wir dann mit der Vorrunde fertig. Es wird die ganze Zeit gespielt, zwischen den Spielen sind lediglich drei Minuten Pause. Um 16 Uhr kommen dann noch etwa 150 Frauen dazu, denn am Nachmittag startet der 3. Customs Paradise Damen Cup, an dem, auch das ist Rekord, zwölf Mannschaften teilnehmen. Das Damenfinale wird gegen 19.30 Uhr beginnen, bei den Herren wird der Sieger gegen 20 Uhr feststehen.

Wie ist der Spielmodus?
Wir spielen auf Kleinfeld mit einem Torwart und sechs Feldspielern. Ein Spiel dauert zwölf Minuten und das kriegen wir organisatorisch auch gut hin. Es muss aber alles genau getaktet sein, sonst klappt das zeitlich nicht.

Das klingt nach einer logistischen Meisterleistung?

Es erfordert viel Organisation, aber wir haben auch da mittlerweile jede Menge Routine. Dazu kommt aber das große Glück, dass wir so viele Helfer haben, darunter auch unsere „helfenden 11en“, das sind die zu uns gehörenden Frauen, die enorm viel übernehmen. Ohne diese vielen unterstützenden Hände, insgesamt werden es am Samstag 55 Helfer sein, ist dieses Turnier nicht darstellbar.

Mit wie vielen Zuschauern rechnen Sie?
Oh, das ist wirklich schwer zu sagen, da es sich immer über das gesamte Areal des Sportzentrums verteilt. Da eine Zahl zu nennen, kann nur eine geschätzte sein. Abends zur Party kommen dann noch Fans der „Friesenschlampen“, die auch zum tollen Bild beitragen. Aber auch alle Daheimgebliebenen können den Spielen folgen, denn das Turnier wird live und ohne Unterbrechung von 9.30 Uhr bis zur Siegerehrung auf dem Youtube-Kanal „Regio Sport“ von Syltfunk übertragen.

Und was passiert abseits des Spielfeldes?

Wir werden einige Highlights haben, zum Beispiel eine riesige Soccer Dartscheibe, damit die Mannschaften, die eine längere Pause haben oder schon ausgeschieden sind, sich vergnügen können. Außerdem gibt es eine Hüpfburg für Kinder. Traditionell haben wir eine Tombola zugunsten guter Zwecke hier auf Sylt. Lose gibt es den ganzen Tag über für einen Euro. Es gibt sechs sensationelle Preise, unter anderem ein Fahrrad von Veloquick oder Aufenthalte im Benen-Diken-Hof oder im Hotel Sylter Blaumuschel. In diesem Jahr gehen 100 Prozent der Einnahmen aus der Tombola an die Lebenshilfe Sylt und an die Kinderfeuerwehr Archsum. Was am Ende des Tages riesig ankommt, ist die Party im Anschluss an das Turnier mit Livemusik von mr.jimmi@friesenschlampen.de. Im letzten Jahr war dort so eine tolle Stimmung, da hing eine Glocke der Glückseligkeit über dem Sportzentrum und alle hatten ein Lächeln im Gesicht.

 

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