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Tendenz : Fusion: List macht seinen ersten Schritt

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Seit Montagabend steht fest: Wenn sich die Lister Bürger für eine Fusion aussprechen, werden die Politiker ihres Ortes wohl nicht lange überlegen: Sie könnten sich dann schon innerhalb der nächsten vier Wochen für den Fusionsbeitritt entscheiden.

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erstellt am 20.Aug.2008 | 09:12 Uhr

List | Die Kommunalpolitiker in List haben auf ihrer jüngsten Gemeindevertretersitzung am Montagabend die Weichen für eine zeitnahe Fusion ihrer Gemeinde mit der neuen Kommune "Sylt" (Stadt Westerland, Gemeinden Rantum und Sylt-Ost) gestellt. Vor einer endgültigen Entscheidung sollen jedoch noch einige Arbeitsschritte folgen, heißt es sinngemäß in dem von den Gemeindevertretern einstimmig beschlossenen Antrag von CDU- und FWG-Fraktion.
Der Entwurf enthält kein genaues Beitritts-Datum

Der Antrag war das Ergebnis eines Gespräches im Vorfeld der Sitzung, zu dem Bürgermeister Wolfgang Strenger Ende vergangener Woche eingeladen hatte. Im Anschluss dieser Vorab-Sitzung hatte auch die SSW- und die SPD-Fraktion eine gemeinsame Beschlussvorlage für die Gemeindevertreter erarbeitet. Das Ziel, den Weg für einen Beitritt Lists zur Fusion frei zu machen, war in beiden Anträgen klar formuliert. Zentraler Unterschied: Der Entwurf von SSW und SPD nennt mit dem 1. Januar 2009 schon einen konkreten Beitrittstermin für die Gemeinde, während der Antrag von CDU und FWG kein genaues Datum enthält.
"Erstmal sacken lassen"

Noch bevor die Gemeindevertreter bei ihrer Abstimmung zwischen den beiden Anträgen hätten entscheiden müssen, hatte die SSW-/SPD-Fraktion ihre Beschlussvorlage zurückgezogen. "Zwar entspricht er nicht ganz unseren Vorstellungen", sagte Manfred Koch (SSW), doch um bei diesem Thema einen Schritt weiterzukommen, sei es notwendig, "dem CDU-/FWG-Antrag zuzustimmen". Erst einmal "sacken lassen" musste Strenger die Entscheidung. "Dieser Beschluss ist ja doch eine große Herausforderung für uns." Gemeint waren die Gemeindevertreter.
Einwohnerversammlung zur Fusion

Keinesfalls unmöglich ist die Einhaltung des Beitrittstermins 1. Januar auch mit dem beschlossenen CDU-/FWG-Antrag. In diesem wurde der Bürgermeister sogleich beauftragt, innerhalb von 14 Tagen nach der Sitzung zu einer Einwohnerversammlung einzuladen. Und da vorab schon so gut wie alles zum Thema Fusion vorbereitet war, konnte Strenger am Montag auch sofort einen Termin dafür benennen: am Mittwoch, 27. August, um 19 Uhr, können die Bürger in der Turnhalle der ehemaligen Grundschule Fragen zur Fusion loswerden und sich über die Thematik informieren.
Nur ein Tagesordnungspunkt

Den Gemeindevertretern dient die Veranstaltung dazu, ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung zu bekommen. "Ich hoffe, dass die Turnhalle dann aus allen Nähten platzt", appellierte Strenger an die Lister. Über einen Beitritt zur Fusion könnte dann schon innerhalb weiterer 14 Tage nach der Einwohnerversammlung entschieden werden. Dann soll es eine weitere Gemeindevertretersitzung geben - mit dem einzigen Tagesordnungspunkt Fusion.

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