Gourmet-Festival auf Sylt : Furioses Finale des Gourmet-Festivals

Gäste und Teilnehmer feierten zusammen das Finale des Gourmet-Festivals
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Gäste und Teilnehmer feierten zusammen das Finale des Gourmet-Festivals

Das 16. Gourmet-Festival auf Sylt endet mit großer Küchenpart. Gäste und Teilnehmer zelebrierten gemeinsam in Tinnum die ungarische Küche

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19. Januar 2015, 05:31 Uhr

Zum großen Finale vom 16. Gourmet-Festival auf Sylt kamen am Sonnabend nocheinmal alle produzierenden Teilnehmer des Festivals im Landhaus Stricker zusammen. Insgesamt fünf Köche und sechs Winzer aus Ungarn waren mit ihrer Entourage für fünf Tage auf die Insel gekommen, um ihr Land auf gastronomischem Top-Niveau zu präsentieren. Die letzte Veranstaltung im diesjährigen Gourmet-Festival-Kalender nach Gastabenden in den teilnehmenden Restaurants und zwei Gourmet-Safaris erfreute sich beim Publikum größter Beliebtheit: zum offiziellen Beginn um 20 Uhr waren die Räumlichkeiten bei Gastgeber Holger Bodendorf bereits prall gefüllt.

Diese Pünktlichkeit ist auch als Kompliment an die ungarischen Köche und Winzer zu verstehen, die sich in den Tagen des Festivals inselweit und darüber hinaus einen sehr guten Namen verdient haben. Zum Empfang wurde jedem Teilnehmer vom Sylter Gastgeber-Quintett eine weiße Festival-Kochschürze angelegt, was den optischen Eindruck einer Küchenparty humorvoll unterstützte. Für besonders authentische, ungarische Stimmung sorgte von Beginn an das Budapester „Beny Trio“ mit fetzigen Zigeunerklängen von Geige, Zimbel und Klavier. In der großzügigen Küche und an drei weiteren mobilen Stationen im Restaurant-Bereich liefen die ungarischen Köche noch einmal zu Hochform auf. Im Akkord produzierten sie kleine Genießerteller für die Liebhaber der gehobenen Küche: Gänsestopfleber mit Blattgold und Zimtrauch, später Kabeljau mit Brandade und Muschelmilch kam vom Team Söl’ring Hof um Peter Bolyki; das Team vom Restaurant Walter’s Hof unter der Leitung von Gábor Horváth produzierte ein delikates Zicklein mit Krautnudeln, Saibling und Auberginencreme; Lászlo Ruprecht fertigte mit der Stricker-Mannschaft ein traditionelles, ungarisches Lamm und einen gebratenen Zander mit roter Beete, Trüffelvinaigrette und Meerrettichschaum.

Dass die Gerichte von außerordentlicher Güte waren, bewies der Andrang an den Kochstellen: der Appetit der Gäste auf die Küche Ungarns war scheinbar unstillbar. In der großen Küche vom Landhaus ging es teilweise nicht mehr vor- und zurück, die Stimmung blieb trotzdem auf Top-Niveau. Ein besonderes Lob verdient das professionelle Service-Team der Sylter Gastgeber: Im Getümmel der Küchenparty zu servieren glich an diesem Abend einer artistischen Meisterleistung. Großen Andrang gab es auch bei den Winzern, die stets gut gelaunt und mit Leidenschaft ihre Weine zur Verkostung anboten; nach vier ereignisreichen Tagen eine (trauben)-reife Leistung. Mit dem interkulturellen Austausch auf kulinarischer, vinophiler und menschlicher Ebene hat das Festival neue, feste Brücken zwischen Deutschen und Ungarn geschlagen. Zumindest bei denen, die es sich leisten konnten oder wollten. Nichtsdestotrotz: Feines Essen und guter Wein haben als Botschafter zwischen Menschen funktioniert. Ein gutes Argument für weitere Gourmet-Festivals.

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