zur Navigation springen

Bürgermeisterwahl auf Sylt : „Für ein längeres Leben“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ein Kölner Polizist will Bürgermeister werden und „Sylt den Syltern“ zurückgeben

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 11:10 Uhr

Viele Einwohner der Gemeinde Sylt fanden am Wochenende eine kleine Broschüre in ihren Briefkästen, in der ein auf Sylt weitgehend unbekannter Markus Ballentin um eine Unterschrift für sich als Bürgermeister-Kandidat bittet. Das entsprechende Formblatt für eine Unterstützung lag gleich bei. „Ich möchte mich Ihnen heute als Ihr möglicher, neuer Bürgermeister vorstellen“, lässt der 40-jährige Kölner gleich im ersten Satz seiner Selbstbewerbung wissen.

Mindestens 135 Unterschriften von Wahlberechtigten mit erstem Wohnsitz in der Gemeinde Sylt brauchen unabhängigen Kandidaten wie Ballentin, um sich zur Wahl stellen zu können. Bis zum 27. Oktober 2014 müssen die Formblätter mit den Unterstützungsunterschriften beim Wahlamt in Westerland vorliegen, damit auch Ballentin – wie zum Beispiel der Aachener Robert Wagner – als freier Bewerber in den Wahlkampf ziehen kann. Dann will der Polizist, der sich nach eigenen Angaben seit zwanzig Jahren als ehrenamtlicher Rettungsschwimmer auf Sylt engagiert, für seine politischen Ziele kämpfen.

In seiner Broschüre umreißt Ballentin schon mal seine Themen und Forderungen, für die er sich als Bürgermeister einsetzen würde. Dazu gehören unter anderem der „Erhalt der Geburtenstation“, „bezahlbarer Wohnraum für alle Sylter“, „gesunder Tourismus“, „besserer Katatrophen- und Inselschutz“ oder der „zielgruppenorientierte Ausbau des Sport- und Gesundheitsangebots für ein gesünderes und längeres Leben“.

Als eine Motivation für seine Kandidatur nennt der „Sport- und Naturbegeisterte“, wie „sehr die Insel dem Tourismus verfällt und die Bedürfnisse der Sylter immer weiter in den Hintergrund geraten“. Das sei ihm „in erster Linie ein Dorn im Auge“, schreibt Ballentin. Sollte der Kölner die Wahl gewinnen und tatsächlich Bürgermeister der Gemeinde Sylt werden, verspricht er, „Sylt den Syltern zurückzugeben“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen