Mobiles Internet : Freies Wlan von List bis Hörnum

Das Ziel der Initiative: Eine flächendeckende Wlan-Versorgung auf allen Inseln und Halligen

Das Ziel der Initiative: Eine flächendeckende Wlan-Versorgung auf allen Inseln und Halligen

Gemeinde Sylt beteiligt sich voraussichtlich mit 154 300 Euro an der Ausbauplänen der Insel- und Halligkonferenz

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06. Februar 2018, 05:38 Uhr

Freies Surfen im weltweiten Datennetz – das dürfte dank Wlan bald an vielen Plätzen auf Sylt möglich sein. Die Gemeinde beteiligt sich am Projekt „Wlan-Netz Uthlande“, das die Insel- und Halligkonferenz angekurbelt hat. Das Ziel: Eine flächendeckende Wlan-Versorgung auf allen Inseln und Halligen, um im Wettbewerb um die Urlaubergunst auch künftig bestehen zu können.

In Kiel nennt man ihn nur kurz „Breitband-Krause“ – Richard Krause, den Leiter des Breitband-Kompetenzzentrums des Landes. Der 59-jährige Niedersachse leitet seit sechs Jahren das Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein – eine Einrichtung der Kommunalverbände. Im Hauptausschuss der Gemeinde Sylt erläuterte Krause die Pläne der Insel- und Halligkonferenz.

Flächendeckend Wlan – das heißt nicht, dass Sylter Touristen auf Schritt und Tritt schnelles „Wifi“ nutzen können – die grundlegende Versorgung überlassen die Fachleute auch künftig den drei Mobilfunknetzbetreibern. Aber Richard Krause ließ keinen Zweifel daran, dass Touristen heutzutage in einer Feriendestination mehr erwarteten als ein langsames, löchriges Mobilfunknetz. Von der Aufrüstung der Mobilfunknetze mit dem LTE-Standard sollten die Sylter keine Wunder erwarten – der sei aufgrund der Nachbarschaft zu Dänemark nur eingeschränkt möglich.

Die Uthlande-Pläne sähen bislang 92 Wlan-Standorte auf Sylt vor, an denen die Gäste nach einer kurzen Anmeldung kostenlos ein lokales Funknetz nutzen können. Diese Zugangspunkte sollen mit Glasfaser ans World Wide Web angeschlossen werden, so dass die Datenraten nicht gleich in die Knie gehen, wenn diese Hotspots von vielen Gästen genutzt werden. Krause erwartet eine 75-prozentige Förderung durch das Land. Somit müsste die Gemeinde Sylt nach einer groben Kostenschätzung für die Investition zunächst 154 300 Euro tragen – sowie rund 25 000 Euro für den Betrieb in den Folgejahren.

Im Hauptausschuss stieß das Uthlande-Netz nicht nur auf Zustimmung. Für Unterkünfte sei Wlan heute unverzichtbar, gab ISTS-Chef Peter Douven Krause recht. Darüberhinaus sei der zentrale Strandbereich in Westerland gut Wlan-versorgt – nicht zuletzt, weil das Netz auch betriebsintern für die drahtlosen Geräte der ISTS-Mitarbeiter genutzt wird. „Damit ist die Grundversorgung für den privaten Bedarf in unserem Beritt bestens aufgestellt“, war Douven überzeugt. Widerspruch gab es von Christian Thiessen (Insulaner/Piraten). Am Strandübergang Himmelsleiter gebe es kein funktionierendes Wlan – „und an der Kurpromenade ist die Performance unterirdisch. “

Die Mehrheit im Hauptausschuss unterstützte die Wlan-Pläne der Insel- und Halligkonferenz. Sieben Mitglieder stimmen für die Beteiligung der Gemeinde Sylt, vier dagegen.

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