Gasalarm auf Sylt : Frau aus Wohnung in Westerland gerettet

Einsatz in der Bomhoffstraße: In dem Haus des Landesbetriebs Küstenschutz sind vier Personalwohnungen untergebracht.
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Einsatz in der Bomhoffstraße: In dem Haus des Landesbetriebs Küstenschutz sind vier Personalwohnungen untergebracht.

Offshore-Rettungshubschrauber brachte die Verletzte zur Behandlung in die Kieler Uniklinik.

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29. März 2017, 18:52 Uhr

Ein großes Aufgebot an Feuerwehr- und Rettungskräften rückte am Mittwochmittag in die Westerländer Bomhoffstraße aus. Eine 20-jährige Frau war im Badezimmer ohnmächtig geworden, ihre Mutter hatte den Rettungsdienst alarmiert. Als die Sanitäter die Frau in den Rettungswagen bringen wollten, schlug ihr CO-Warngerät an – im Haus war Kohlenmonoxid entwichen. Die Feuerwehr wurde alarmiert.

Das giftige Gas ist sowohl geruchs- als auch geschmackslos und kann unter anderem von defekten Gasthermen oder Heizungen ausgehen. Ein längerer Aufenthalt in dem Haus wäre tödlich gewesen, ergaben die Messungen des Gefahrgut-Löschzugs. Die junge Frau wurde von Atemschutzträgern der Feuerwehr aus dem Haus geholt und an den DRK-Rettungsdienst übergeben. Ein Notarzt stellte bei der Verletzten erhöhte Kohlenmonoxidwerte im Blut fest. Der aus St. Peter-Ording herbeigerufene Offshore-Rettungshubschrauber „Northern Helicopter 01“ brachte sie vom Tinnumer Flughafen in die Kieler Uniklinik, wo eine Überdruckkammer für die Behandlung mit Sauerstoff zur Verfügung steht. Der Zustand der jungen Frau soll sich nach Angaben der Einsatzleitstelle Harrislee unterwegs aber normalisiert haben.

Im Haus öffneten die Feuerwehrleute auch die anderen drei leeren Wohnungen, sorgten für frische Luft und drehten den Gashaupthahn ab. Die Gasanlage sei stillgelegt worden, erläuterte Wehrführer Jörg Elias, ein Gasleck sei aber nicht gefunden worden. Insgesamt dauerte der Einsatz rund dreieinhalb Stunden. Beteiligt waren neben dem DRK-Rettungsdienst und der Feuerwehr Westerland mit dem Fachberater des Gefahrgut-Löschzugs auch das Ordnungsamt, die EVS sowie Polizei und Kripo. Die Bewohner des Hauses wurden anderweitig untergebracht.

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