Fördergelder fließen endlich

Es gibt Geld: In dieser Woche wurde endlich über die Vergabe der Sport- und Jugendfördermittel an die Vereine der Gemeinde Sylt entschieden.
Es gibt Geld: In dieser Woche wurde endlich über die Vergabe der Sport- und Jugendfördermittel an die Vereine der Gemeinde Sylt entschieden.

Wegen der Fusion dauerte es dieses Mal länger als sonst üblich, bis über die Vergabe der Mittel für Sport und Jugend beraten wurde. Trotz vorheriger Sorgen überstanden die Vereine die Wartezeit ohne Probleme.

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20. Juni 2009, 03:59 Uhr

Sylt | Volker Hellner tappte am Freitag noch ein wenig im Dunklen. "Ich weiß gar nicht, ob und vor allem was wir genau für eine Summe kriegen", verriet der erste Vorsitzende des Tennis-Clubs Westerland, und gab zu, dass er momentan durchaus noch auf den sprichwörtlichen heißen Kohlen sitze, wenn es um die Vergabe der Sport- und Jugendmittel der Gemeinde Sylt gehe. Ein Zustand, der sich so bereits seit einiger Zeit hinzieht.

Und das nicht nur für Hellner und den TCW, sondern für den kompletten Reigen an Vereinen und Jugendorganisationen in der neuen Gemeinde: Weil die nämlich in der Übergangszeit von der Fusion am 1. Januar dieses Jahres bis hin zur Wahl am 29. März noch nicht über die Vergabe von Fördermitteln entscheiden konnte, mussten die "Empfänger" diesmal länger auf die Beratungen über die Vergabe warten, als sonst üblich. Ernsthafte Probleme resultierten daraus allerdings trotz vorheriger Befürchtungen nicht.

"Ich weiß von keinem Verein, dass er deswegen in finanzielle Schieflage geraten ist", erklärt Peter Schnittgard (CDU), der am vergangenen Mittwoch als Oberhaupt des Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschusses zusammen mit seinen Ausschuss-Kollegen nun endlich einen seitenlangen Vergabekatalog abarbeiten durfte. Und das Gremium zeigte sich spendabel: bei der Vergabe der Jugendpflegemittel erhöhten sie den jährlichen Grundbetrag für Vereine ab dem 101 Mitglied von 1,60 auf 2,60 Euro. Bei der Vergabe der Sportmittel votierte der Ausschuss dafür, dass Vereine mit 10 bis 50 Mitgliedern künftig einen jährlichen Grundbetrag von 120 Euro (statt bisher 100) und Vereine mit 51 bis 100 Mitgliedern anstatt 150 künftig 160 Euro erhalten. Insgesamt sollen damit in diesem Jahr nun etwa 52 500 Euro an Jugend- und knapp 83 000 Euro an Fördergeldern fließen.

"Klar freuen wir uns, wenn unser Antrag Zustimmung gefunden hat", sagt Tinnum 66-Geschäftsführerin Susanne Thesing, Am Hungertuch habe der Verein trotzdem nicht nagen müssen: "Das meiste Geld ist sowieso für unsere Jugendfahrt bestimmt. Die findet erst im Sommer statt, also konnten wir die Zeit bisher überwinden. Wir waren gut darauf vorbereitet, dass das Geld diesmal erst später verteilt wird." Und auch Volker Hellner kann die verlängerte Wartezeit nachvollziehen: "Wir hatten keine Schwierigkeiten damit. Manche Sachen gehen eben nicht von heute auf morgen."

Selbst bei einem im Vergleich zum TCW oder Tinnum 66 so kleinen Verein wie den Morsumer Bogenschützen gab es keine Unruhe. "Das hat uns keine Probleme bereitet. Natürlich muss man entsprechend wirtschaften, aber ich habe Verständnis dafür, dass die Prozedur in dieser Situation länger dauert", so der erste Vorsitzende Uwe Jakobsen.

Aufgrund der Fusion dauerte es dieses mal länger als sonst üblich, ehe über die Vergabe der Sport- und Jugendpflegemittel beraten wurde. Eine Situation, die den Vereinen jedoch keine großen Probleme bescherte

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