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Sylter Flughafen : Fluggesellschaften bleiben der Insel treu

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Sie fliegen weiter auf Sylt: Bei Air Berlin und Lufthansa zeigt man sich erleichtert über die Abkehr von der Fluggastabgabe.

Positive Reaktionen auf die Flughafenpolitik: Nachdem die vor einem Jahr beschlossene Fluggastabgabe wieder einkassiert wurde, hat Flughafenchef Peter Douven ein Konzept vorgelegt, das das Flufhafenminus von rund 860.000 Euro langfristig um mehr als eine viertel Million Euro zusammenschmelzen soll. Die Fluglinien Airberlin und Lufthansa begrüßen die Abkehr von der Abgabe.

In den vergangenen Monaten war in der Lokalpolitik und in der Inselwirtschaft die Angst gewachsen, dass die Fluglinien aufgrund der Abgabepläne ihre Flüge zusammenstreichen könnten. Wie sich nun zeigt, ist sogar das Gegenteil der Fall: „Sylt ist für Air Berlin eine wichtige Destination und hat einen festen Stellenwert im Airberlin-Flugplan“, sagte Pressesprecherin Melanie Schyja. „Wir fliegen in diesem Sommer vierzehnmal ab Düsseldorf, viermal ab Stuttgart, dreimal ab München und zweimal ab Berlin-Tegel nach Sylt pro Woche.“ Auch aus der Schweiz fliege Airberlin zweimal pro Woche nach Sylt. „Hier haben wir die Frequenz im Vergleich zum Sommer 2013 sogar verdoppelt“, rechnete Schyja vor.

Bei der Lufthansa herrscht Erleichterung darüber, dass die Fluggastabgabe nun vom Tisch ist: „Eine solche Abgabe hätte die Wirtschaftlichkeit schnell ins Negative gezogen“, sagte Lufthansasprecher Wolfgang Weber. Unterm Strich seien die Linienflüge aus Münschen und Frankfurt „wirtschaftlich zufriedenstellend“. Teilweise werde die Flugfrequenz an langen Feiertagswochenende sogar noch erhöht. Mit Blick auf die aktuellen Zahlen und die Abkehr von der Fluggastabgabe steht für Weber fest: „Perspektivisch werden wir Sylt auch weiterhin anfliegen. “

Eine Steigerung der Flugfrequenz wie bei Air Berlin und wachsende Fluggastzahlen wären für den Flughafen wie Balsam: Nach Aussage von Flughafenchef Peter Douven könnten 30.000 zusätzliche Passagiere im Jahr ausreichen (gegenüber 165.000 in 2013), um den neuen Unterschuss von 380.000 Euro auszugleichen. Um das Flughafendefizit zu drücken, setzt Douven auch auf zusätzliche Werbeeinnahmen und Mieterlöse. Eine weitere Säule des Finanzierungsplans bildet eine höhere Beteiligung der Inselgemeinden. Rund 95.000 Euro sollen aus List, Hörnum und Wenningstedt fließen. Rund zwei Monate nach Vorstellung des Konzepts ist der ISTS-Geschäftsführer mit der Umsetzung zufrieden: „Die Finanzierungsverbesserung des Flughafens läuft in allen Bereichen plangemäß.“ Dazu gehöre auch, dass sich die Gemeinden gemäß der Vorgaben finanziell engagierten. Auch die Sylter Unternehmer leisteten mit 47.000 Euro einen Beitrag zur Konsolidierung. Auch die Ende April eröffnete Sylt-Lounge, die Passagieren auf 120 Quadratmetern vor dem Abflug von Sylt Entspannung bieten soll, ist nach Angaben von Peter Douven gut angelaufen. Es gebe schon jetzt Steigerungen der eigenen Erlöse durch die Lounge und zusätzliche Werbeerlöse. Mit Blick auf die unterschiedlichen Finanzierungsstränge seines Planes gegen das Flughafendefizit, ist sich der Geschäftsführer sicher: „Insgesamt liegen wir voll im Plan.“
 

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erstellt am 16.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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