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Asylbwerber auf Sylt : Flüchtlinge: Kreis Pinneberg will Hörnumer Heim

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Pinneberg hält an den Plänen fest, rund 300 Flüchtlinge in Hörnum auf Sylt unterzubringen.

Nach wie vor plant der Kreis Pinneberg, im Hörnumer Fünf-Städte-Heim ab November dieses Jahres vorübergehend Asylbewerber aus der eigenen Region unterzubringen. Nach einer Diskussion zwischen der Kreisverwaltung, den Mitgliedskommunen des Fünf-Städte-Vereins – Elmshorn, Pinneberg, Wedel, Tornesch, Uetersen und Neuendeich – sowie dem Kreis Nordfriesland bestehe weiterhin Interesse, die Einrichtung zu nutzen, teilte der Pinneberger Landrat Oliver Stolz mit. „Es wird dabei von einer Personenzahl von maximal 300 Flüchtlingen und einer Nutzung über die Wintermonate ausgegangen“, so Stolz. „Ein Einvernehmen mit dem Kreis Nordfriesland würde dafür die Voraussetzung sein und diesem würden selbstverständlich Belegungskontingente angeboten.“

Zu konkreteren Plänen sei es bisher aber noch nicht gekommen. Landrat Stolz sehe jedoch gute Perspektiven und unverändert die Notwendigkeit, auch Lösungen wie die Nutzung des Fünf-Städte-Heims anzustreben, sagte Oliver Carstens, der Pressesprecher des Kreises. Auch ein Treffen des Landrats mit allen hauptamtlichen Bürgermeistern, Amtsdirektoren und Leitenden Verwaltungsbeamten des Kreises führte zu keinen neuen Erkenntnissen in Sachen Fünf-Städte-Heim: „Angesichts der Tatsache, dass bereits jetzt sehr viele Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen verweilen, müssen wir ab dem kommenden Jahr mit einem erheblichen Mehraufkommen an Flüchtlingen rechnen“, sagte Oliver Stolz. „Klar und deutlich formuliert: Wir im Kreis Pinneberg müssen jede Möglichkeit nutzen, um diesen Menschen ein Dach über dem Kopf zu vermitteln und das kann auch mal eng werden.“ Ob in dieser Notlage tatsächlich das Hörnumer Schullandheim genutzt wird, bleibt abzuwarten – bereits kommende Woche werde es erneut Gespräche mit dem Kreis Nordfriesland gaben, so die Auskunft des Pinneberger Pressesprechers.

 

 

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erstellt am 02.Okt.2015 | 05:56 Uhr

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