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Traditionsrestaurant in Keitum : Fisch-Fiete frisch auf

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Patron Thomas Sievers will mehr Farbe ins Restaurant bringen und seinen Gäste noch mehr entspanntes Genießen ermöglichen.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2014 | 06:13 Uhr

„Manchmal wundert man sich schon“, erzählt Thomas Sievers und meint damit Gerüchte, die behaupten, er würde sein Restaurant verkaufen. Da das nicht irgendeines, sondern das Traditionshaus Fisch-Fiete ist, schlug das Gerücht schon Wellen, musste sich Hausherr Sievers manchen Fragen stellen, die ihn „erschreckten, aber auch, und nicht zum ersten Male, schmunzeln ließen“. Als dann noch bekannt wurde, dass der Keitumer Gastronom einen Bauantrag stellte, um einige bauliche Veränderung zu realisieren, war die Verwirrung perfekt.

Doch den Bauantrag zog Thomas Sievers zurück, weil er zunächst noch andere, lang gehegte Pläne umsetzen will. „Unser Konzept wird sich etwas ändern, unsere Inneneinrichtung auch, unsere Gastfreundschaft nicht“, freut sich der Enkel des legendären Fisch-Fiete, der vor 60 Jahren sein Restaurant in Keitum eröffnete und damit schnell zu einer der ersten Adresse für Besser-Esser und Prominente wie Curd Jürgens wurde.

Auf diesen Lorbeeren kann und will sich Thomas Sievers nicht ausruhen. „Den guten, wertvollen Namen und die großartige Eins-A-Lage beständig mit neuem Leben zu füllen, sehe ich als meine Aufgabe“. Darum geht es ihm auch jetzt, wenn er das Bistro und Restaurant zu einer Einheit zusammen führen will und dabei vor allem ein Ziel hat: „Alles frischer, lockerer und doch der Tradition verbunden zu gestalten“.

Der Mix aus dem bekannten Ambiente des Hauses mit modernen Elementen und neuen Farben – vor allem Grün wird eine prägnante Rolle spielen – soll „den Genuss und das Gefühl von Entspannung noch steigern. Wir wollen den Laden nicht radikal, aber erkennbar verändern“. Das wird sich auch auf die Speisekarte auswirken. „Die etwas reduziert wird, aber das Beste drauf lässt“ – und bei den Öffnungszeiten. Denn ab kommender Woche können die Bistrogäste mittags auch in den Restaurant-Räumen speisen, denn dort wird die eigene Karte zukünftig erst ab 18 Uhr präsentiert. Thomas Sievers freut sich auch schon auf die neuen Holztische und Windsor-Stühle, denn damit verschwinden die Tischdecken und somit auch die hauseigene Wäscherei.

Der „Wunsch der Mitarbeiter, zu Weihnachten mal wieder zu Hause sein zu können“ und eigene familiäre Gründe lassen Sievers erleichtert, nach einer anstrengenden Saison mit vielen (personellen) krankheitsbedingten Ausfällen, in die Wintermonate schauen. „Zum ersten Mal seit 1995 werden wir über Weihnachten und den Jahreswechsel nicht geöffnet haben“ erzählt der 43-Jährige mit einem Lächeln und fügt hinzu, „die Maler haben dann auch genug Zeit für ihre Arbeiten“. Vielleicht nimmt sich dann auch der Patron die Zeit, über neue Maßnahmen nachzudenken, die sein kostbares Erbe weiter lebendig und attraktiv erhalten sollen.

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