List auf Sylt : Feuerwehr-Neubau beschlossen

Andreas Fließ ist von Bürgermeister Wolfgang Strenger für sechs weitere Jahre als Gemeindewehrführer vereidigt worden.
Andreas Fließ ist von Bürgermeister Wolfgang Strenger für sechs weitere Jahre als Gemeindewehrführer vereidigt worden.

List baut sich eine neue Feuerwache: Knapp vier Millionen Euro wird der Neubau kosten.

shz.de von
26. Juni 2014, 16:37 Uhr

Mit herzlichem Applaus bedachten die Lister Gemeindevertreter Andreas Fließ, der in der jüngsten Sitzung für weitere sechs Jahre als Gemeindewehrführer der Pflichfeuerwehr List vereidigt wurde. „Wir freuen uns sehr, dass wir ihn haben“, betonte Bürgermeister Wolfgang Strenger.

Seit 2008 steht Andreas Fließ der Lister Wehr vor. Auf die Frage, warum er dieses Amt auch weitere sechs Jahre lang ausüben möchte, antwortet er: „Weil es Spaß macht. Ich habe eine tolle Truppe, es ist pures Vergnügen.“ Die Stimmung in der einzigen Pflichtwehr der Insel sei „super gut und entspannt“. Die Gemeindevertreter sorgten mit ihrem Beschluss zum Neubau der Feuerwache für zusätzlich gute Laune beim Gemeindewehrführer. Seit sechseinhalb Jahren liege das Ansinnen bereits auf dem Tisch, „ich bin erleichtert, dass es jetzt endlich los geht.“

Rund 3,8 Millionen Euro wird der geplante gemeinsame Neubau von Feuerwache und Bauhof kosten, heißt es in der Sitzungsvorlage. Der neue Standort liegt in der Mitte des Ortes, hinter der Tankstelle, zwischen Marineversorgungsschule und Fahrbereitschaft. Auf 3 800 Quadratmetern finden neben Bauhof und Feuerwache auch zwei Vier-Zimmer-Wohnungen Platz, die im Obergeschoss liegen werden. „Noch gebe es keine konkrete Planung, deshalb können außer einem Grundriss auch noch keine Ansichten, wie das Gebäude aussehen könnte, präsentiert werden. „Ich gehe davon aus, dass wir noch in diesem Jahr Baurecht schaffen werden“, so der Bürgermeister. Anfang 2015 wäre dann mit dem Baubeginn zu rechnen. Wenn alles reibungslos laufe, könne mit einem Bezug ab Mitte 2016 gerechnet werden, so Wolfgang Strenger weiter.

Grund für den Neubau sind zum einen die hohen Sanierungskosten des jetzigen Feuerwehrgebäudes sowie ein Bericht der Feuerwehrunfallkasse, die eine „zwingende Notwendigkeit“ ergeben, das Gerätehaus neu zu bauen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die notwendigen Arbeiten im jetzigen Bauhof, die die Unfallkasse aufgezeigt hat, würde die Gemeinde ungefähr eine Million Euro kosten, so der Bürgermeister. „Es gibt viele Synergieeffekte bei einem gemeinsamen Neubau.“

Einer ersten groben Planung zufolge, wird der Neubau an der Straße liegen, die zur ehemaligen Fahrbereitschaft führt. Das Gerätehaus bekommt eine eigene Zuwegung direkt auf die Listlandstraße.

Damit die Baukosten von knapp vier Millionen Euro den gemeindlichen Haushalt nicht über Gebühr belasten, beschlossen die Gemeindevertreter den Verkauf dreier Grundstücke: Der Bürgermeister wurde beauftragt Verkaufsverhandlungen für die Feuerwache, den Bauhof sowie eines Teils des Flurstücks 184, Kleines Süderhörntal gegenüber der „Silbermöwe“, in die Wege zu leiten. Selbstverständlich werde es Vorgaben für den oder die Kaufinteressenten geben, so Wolfgang Strenger. Die neue Bebauung müsse mit der Ortsentwicklung konform gehen. Auf dem Feuerwehr-Grundstück könne sich der Bürgermeister Wohnungsbau vorstellen, wohingegen auf dem Bauhof-Gelände durchaus eine Mischnutzung möglich wäre – im Zuge der geplanten Umgestaltung der Hafenstraße.

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