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Großeinsatz der Sylter Feuerwehr : Feuer zerstört Wohnung in Hörnum

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Dachstuhl über „Fisch Matthiesen“ wurde in der Nacht zu Donnerstag vollständig zerstört.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2017 | 17:25 Uhr

Feuerwehr-Großeinsatz in Hörnum: In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag wurde Hörnums Wehrführer Dieter Mordhorst um kurz vor drei zu einem Wohnungsbrand in die Rantumer Straße 8 gerufen – dem Haus im Dorfkern, in dem auch das Restaurant „Fisch Matthiesen“ ist. „Zunächst wurde ich zu einem, wie wir Feuerwehrleute sagen, ‚Feuer, klein‘ gerufen“, berichtet der Wehrführer, „aber schon beim heraussprinten aus meiner Wohnung, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Einsatzortes liegt, sah ich Feuerschein und starke Rauchentwicklung aus dem Gebäude kommen". Er habe dann sofort Vollalarm auslösen lassen und die Wehren aus Rantum und Westerland angefordert.

Das Dach des Hauses musste von außen geöffnet werden, um Brandherde zu finden.
Das Dach des Hauses musste von außen geöffnet werden, um Brandherde zu finden.

Vor Ort angekommen stand eine im Dachgeschoss befindliche Wohnung direkt über dem Fischrestaurant in Flammen. 22 Mitglieder der Hörnumer Wehr rückten an, dazu weitere 34 Kameraden aus Rantum und Westerland. Letztere kamen mit mit fünf Fahrzeugen, darunter dem Hubrettungsfahrzeug, das während der Löscharbeiten unter anderem das Dach von oben beleuchtete.

Die vier Bewohner der betroffenen Wohnung konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. „Sie wurden durch den Alarm der Rauchmelder geweckt und kamen zum Glück unverletzt nach draußen“, sagt Dieter Mordhorst. Auch die Nachbargebäude wurden vorsorglich evakuiert. „Acht Personen haben wir sicherheitshalber in die Hörnumer Feuerwache gebracht. Dort wurden sie vom DRK versorgt.“

Bei dem Großeinsatz waren die Wehren aus Hörnum, Rantum und Westerland vor Ort.
Bei dem Großeinsatz waren die Wehren aus Hörnum, Rantum und Westerland vor Ort.

Die Bekämpfung des Feuers gestaltete sich für die Blauröcke als schwieriger Einsatz: „Das Haus hat eine Hartbedachung und wir kamen an den Brandherd nicht ran. Daher mussten wir zwei Stunden lang das Dach mit Beilen, Haken und Äxten aufbrechen um zu gucken, wo die Brandnester sind“, berichtet Mordhorst. Die Feuerwehrleute hätten sich von drei Seiten an die Brandherde herangearbeitet. „Von Innen haben wir – da wo wir rankamen – den Brand bekämpft und von Außen mussten wir das Dach öffnen, um an die die brennenden Balken des Dachstuhls zu kommen und die durchgebrannten zu entfernen“.

Nach knapp vier Stunden hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht, der Dachstuhl des Hauses wurde bei dem Feuer allerdings komplett zerstört. Außerdem wurde durch die Löscharbeiten das Restaurant „Fisch Matthiesen“ erheblich in Mitleidenschaft gezogen. „Hier ist ein großer Wasser- und Rauchschaden entstanden, die Schadenssumme liegt sicherlich im sechsstelligen Bereich“, sagt der Wehrführer. Die Brandursache sei derzeit noch unklar, auch wo der Brandherd liegt, kann Wehrführer Dieter Mordhorst noch nicht bestimmen. Die Kripo hat bereits am Donnerstagmorgen vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Der Morgen danach: Die Spuren der Feuerwehr sind deutlich zu sehen, das Hartdach musste mit Äxten zerstört werden, damit die Kameraden an die Brandherde gelangen konnten.
Der Morgen danach: Die Spuren der Feuerwehr sind deutlich zu sehen, das Hartdach musste mit Äxten zerstört werden, damit die Kameraden an die Brandherde gelangen konnten. Foto: Nieß

Sturm „Sebastian“, der am Abend und in der Nacht über der Insel wütete, stellte für die Einsatzkräfte kein größeres Problem dar. „Der Wind hatte zum Glück schon etwas nachgelassen, aber es hat heftig geregnet“, sagt Dieter Mordhorst. Das hätte den Einsatz zwar nicht erheblich erschwert, sei allerdings „sehr nervig“ gewesen.

Westerlands Wehrführer Jörg Elias war in der Nacht ebenfalls vor Ort. Den Schaden für das Restaurant schätzt auch er hoch ein: „Das Feuer im Dachstuhl ist alleine schon ein großer Schaden. Aber der durch die Löscharbeiten verursachte Wasserschaden führte in dem Restaurant unter anderem dazu, dass der Strom abgeschaltet werden musste – und somit auch alle Kühlmöglichkeiten.“ Wann der Laden wieder Kunden empfangen kann, sei derzeit unklar. Die Kripo hat, solange ihre Ermittlungen andauern, die Einsatzstelle gesperrt und muss diese erst wieder freigeben.

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